Eine Sam Altman Plüschfigur verteilt Werbung

ChatGPT Werbung startet für Free und Go Abos

OpenAI integriert erstmals gesponserte Inhalte in Chats und so sieht es aus.

Andreas Becker Nano Banana
Eine Sam Altman Plüschfigur verteilt Werbung

Die Zeiten der kompletten Werbefreiheit bei ChatGPT neigen sich dem Ende zu. OpenAI startet heute in den USA erste Tests mit gesponserten Inhalten in der Gratis-Version und dem neuen Abo ChatGPT Go, um den kostspieligen Betrieb der KI-Modelle querzufinanzieren.

Kommerzielle Einblendungen im Dialog

Nutzer der kostenlosen Variante sowie des neuen Einsteiger-Abos sehen künftig bei spezifischen Themenfeldern Werbeeinblendungen direkt im Chatverlauf. Der Fokus liegt zunächst auf Shopping-Anfragen, bei denen eine kommerzielle Absicht naheliegt. Fragt ein Anwender beispielsweise nach Rezepten für ein Abendessen, kann der Chatbot unterhalb der generierten Antwort passende Lebensmittel oder lokale Lieferdienste vorschlagen.

Diese "Sponsored"-Blöcke erscheinen visuell abgesetzt und klar gekennzeichnet nach der eigentlichen Antwort der künstlichen Intelligenz. OpenAI betont, dass die Anzeigen den Lesefluss nicht unterbrechen sollen, sondern als ergänzende Vorschläge konzipiert sind. Das Ziel ist ein natives Format, das sich organisch in die textbasierte Benutzeroberfläche einfügt, ohne die eigentliche Interaktion mit dem Bot zu stören.

Quelle: OpenAI

Strikte Trennung von Inhalt und Werbung

Mit der Einführung von Werbung betritt OpenAI ein sensibles Terrain, da das Vertrauen in die Objektivität der KI-Antworten für die Nutzerbasis essenziell ist. Das Unternehmen veröffentlichte hierzu neue "Ad Principles". Diese Richtlinien garantieren, dass Werbekunden keinen Einfluss auf die generierten Antworten haben ("Answer independence"). Die KI optimiert ihre Ausgaben weiterhin auf Nützlichkeit für den Nutzer, nicht auf die Interessen der Werbepartner.

Zudem versichert der Konzern, dass Gesprächsinhalte nicht an Dritte verkauft werden. Die Privatsphäre der Konversationen bleibt laut OpenAI gewahrt. Nutzer erhalten außerdem Kontrollmöglichkeiten: Die Personalisierung der Anzeigen lässt sich in den Einstellungen deaktivieren. Wer komplett werbefrei interagieren möchte, muss künftig auf die höherpreisigen Abo-Modelle wie ChatGPT Plus oder Team ausweichen.

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ChatGPT Go startet weltweit

Parallel zur Werbe-Offensive weitet OpenAI die Verfügbarkeit des Abonnements "ChatGPT Go" massiv aus. Dieser Tarif, der als kostengünstige Alternative zwischen der Gratis-Version und dem Plus-Abo positioniert ist, ist ab sofort weltweit verfügbar. Er bietet schnelleren Zugriff und leistungsfähigere Modelle als der Free-Tier, finanziert sich nun jedoch ebenfalls hybrid über Gebühren und die neuen Werbeeinblendungen.

Der Schritt hin zur Monetarisierung durch Ads gilt in der Branche als notwendig, um die immensen Rechenkosten für fortschrittliche Modelle zu decken. OpenAI begründet diesen Strategiewechsel mit der "Mission Alignment": Die Werbeeinnahmen sollen sicherstellen, dass fortschrittliche künstliche Intelligenz auch für Menschen zugänglich bleibt, die sich keine teuren Monatsabos leisten können.

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