Mehr Token für Claude durch neuen SpaceX-Deal
Der KI-Entwickler sichert sich umfassende Rechenkapazitäten. Nutzer der Pro- und Max-Tarife erhalten deutlich höhere Limits.

Anthropic sichert sich weitreichende Rechenkapazitäten durch eine neue Partnerschaft mit SpaceX. Über diesen Schritt verdoppelt das Unternehmen die bestehenden Nutzungslimits für Claude und plant langfristig sogar orbitale Infrastruktur für seine KI-Modelle.
Hardware aus dem Colossus-Rechenzentrum
Innerhalb nur eines Monats greift der KI-Entwickler auf die komplette Kapazität des Colossus-1-Standorts von SpaceX zu. Damit stehen über 300 Megawatt an zusätzlicher Leistung für das Training bereit. Umgerechnet entspricht das mehr als 220.000 Nvidia-GPUs, welche den Betrieb der Modelle erheblich beschleunigen.
Solche Hardware-Erweiterungen zeigen direkte Auswirkungen auf die Endanwender. Vor allem zahlende Kunden mit Pro- und Max-Abonnements profitieren umgehend von der neu aufgestockten Infrastruktur.
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Höhere Limits und API-Raten
Konkret verdoppelt sich das Fünf-Stunden-Limit für die Nutzung von Claude Code bei fast allen Bezahlplänen. Gleichzeitig entfallen die bisherigen Einschränkungen während der Hauptnutzungszeiten vollständig. Wer in Stoßzeiten arbeitet, muss daher keine Drosselung der Verarbeitungsgeschwindigkeit mehr befürchten.
Auf API-Ebene steigen die Raten für die leistungsstarken Opus-Modelle ebenso stark an. Die Input-Token-Limits für Tier-4-Nutzer klettern von zwei Millionen auf beachtliche zehn Millionen pro Minute. Parallel erhöht sich die Datenausgabe in dieser höchsten Tarifstufe auf 800.000 Token.
Quelle: Anthropic
Orbitale Infrastruktur und globale Expansion
Neben der erdgebundenen Hardware streben die Partner eine futuristisch anmutende Lösung an. Beide Unternehmen prüfen intensiv die gemeinsame Entwicklung von orbitaler Rechenkapazität im Gigawatt-Bereich, um den immensen Energiebedarf künftig in den Weltraum auszulagern.
Gleichzeitig treibt der Anbieter den internationalen Ausbau der eigenen Serverarchitektur voran. Stark regulierte Branchen in Europa und Asien erhalten bald lokale Hardware, um strenge Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Um die allgemeine Akzeptanz zu wahren, gleicht das Unternehmen zudem nachweisbare Strompreiserhöhungen für Endverbraucher finanziell aus, welche durch den laufenden Betrieb der US-Rechenzentren entstehen.
