Schüsse und Brandanschlag in 48 Stunden auf das Haus von Sam Altman
Erst ein Brandanschlag aus Angst vor Künstlicher Intelligenz, dann fielen Schüsse aus einem Auto. Alle Täter wurden gefasst.

Das Anwesen von OpenAI-CEO Sam Altman in San Francisco ist innerhalb eines Wochenendes zweimal Ziel von Gewalt geworden. Nach einem Brandanschlag am Freitag feuerten Unbekannte am frühen Sonntagmorgen mutmaßlich Schüsse auf das Grundstück ab.
Festnahmen nach Schüssen aus Fahrzeug
Der zweite Vorfall ereignete sich am 12. April 2026 mitten in der Nacht. Wie die Lokalzeitung San Francisco Standard exklusiv berichtete, hielt gegen 1:40 Uhr eine Honda-Limousine vor dem Haus im Stadtteil Russian Hill. Zuvor hatte der Wagen das weitläufige Grundstück bereits einmal langsam passiert.
Laut Polizeibericht streckte der Beifahrer eine Hand aus dem Fenster. Daraufhin fiel ein Schuss auf der Seite der Lombard Street. Wachpersonal hörte den Knall. Kameras zeichneten das Kennzeichen des flüchtenden Fahrzeugs auf, was den entscheidenden Hinweis lieferte.
Diese Spuren führten die Ermittler schnell zu den Tätern. Die Polizei nahm die 25-jährige Amanda Tom und den 23-jährigen Muhamad Tarik Hussein widerstandslos fest. Bei der anschließenden Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Beamten drei Schusswaffen. Beide Personen sitzen nun wegen fahrlässiger Schussabgabe in Gewahrsam.
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KI-Angst als Motiv für Molotowcocktail
Die Schüsse folgten auf einen anderen Angriff knapp 48 Stunden zuvor. Am frühen Freitagmorgen schleuderte der 20-jährige Daniel Alejandro Moreno-Gama einen brennenden Molotowcocktail gegen das Metalltor des Anwesens. Das Projektil prallte ab, das Feuer wurde zügig vom Sicherheitspersonal vor Ort gelöscht.
Rund eine Stunde später suchte der Täter die OpenAI-Zentrale im Viertel Mission Bay auf. Dort stieß er lautstark Drohungen aus, das Firmengebäude anzuzünden. Die Polizei verhaftete ihn daraufhin direkt vor Ort. Er sieht sich nun mit schweren juristischen Vorwürfen konfrontiert, darunter versuchter Mord und Brandstiftung.
Ermittler vermuten tiefe Existenzängste vor Künstlicher Intelligenz als zentralen Antrieb der Tat. Der Verdächtige veröffentlichte im Vorfeld längere Manifeste, in denen er neue KI-Modelle als direkte Bedrohung für das Überleben der Menschheit darstellte. Die Protestorganisation »PauseAI« betonte umgehend, dass der Mann nicht in ihrem Auftrag handelte.
Appell an die Tech-Branche
Sam Altman wandte sich noch am Samstagabend mit einem persönlichen Blogpost an die Öffentlichkeit. Er veröffentlichte ein privates Familienfoto in der Hoffnung, dass dieses Bild den nächsten Angreifer von der Anwendung direkter Gewalt abschrecken würde.
Dabei ignorierte der CEO die wachsenden Sorgen der Gesellschaft keineswegs. Die allgemeine Angst vor der rasanten Entwicklung nannte er berechtigt. Wer das Potenzial einer AGI einmal gesehen habe, verfalle schnell dem Drang, die alleinige Kontrolle darüber zu erlangen. Er verglich dieses Phänomen anschaulich mit dem Kampf um einen Machtring, der Menschen zu extremen Taten treibe.
Gleichzeitig forderte er eine konsequente Deeskalation der aktuellen Debatte. Alle Akteure müssten die Rhetorik abkühlen und abrüsten. Das Ziel der gesamten Industrie sollte es nach dieser Woche sein, in Zukunft »weniger Explosionen« zu erleben.