Eine kaputte Webseite

Wix entlässt 1.000 Mitarbeiter wegen neuer KI-Ausrichtung

Der Website-Baukasten streicht 20 Prozent der Stellen. Hohe Kosten für KI-Funktionen belasten die Bilanz.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Eine kaputte Webseite

Der Website-Baukasten Wix streicht rund 1.000 Arbeitsplätze und trennt sich damit von einem Fünftel der Belegschaft. Hohe Kosten für den Ausbau eigener KI-Funktionen und ein deutlicher Quartalsverlust zwingen das Unternehmen zu diesen Einsparungen.

Hohe Kosten und sinkende Aktienkurse

Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen bei einem Umsatz von 541 Millionen US-Dollar einen Verlust in Höhe von 57,5 Millionen US-Dollar. Parallel dazu stürzte der Aktienkurs seit Jahresbeginn um 27 Prozent ab. Die angespannte finanzielle Lage zwingt die Geschäftsführung nun zu Einschnitten in der Personalstruktur.

Viele Investoren sehen das klassische Geschäftsmodell der Web-Baukästen durch fortschrittliche KI-Modelle zunehmend bedroht. Sie befürchten, dass Nutzer in Zukunft Webseiten vollständig über Prompts generieren lassen, anstatt sie manuell über visuelle Menüs zusammenzuklicken.

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Teure KI-Offensive belastet das Budget

Um nicht an Relevanz zu verlieren, treibt Wix die eigene KI-Entwicklung voran. Die kürzlich übernommene Vibe-Coding-Plattform Base44 bildet dabei einen zentralen Baustein der neuen strategischen Ausrichtung.

Diese Strategie verursacht allerdings enorme Ausgaben. Wachsende Rechenkosten für den Betrieb der KI-Modelle sowie hohe Zahlungen an den Base44-Gründer Maor Shlomo belasten die Unternehmensbilanz schwer.

Umstrukturierung in der Entwicklung

Trotz der finanziellen Schieflage entwickelt sich das neue Geschäftsfeld positiv. Base44 erreichte im Mai bereits einen wiederkehrenden Jahresumsatz von 150 Millionen US-Dollar und gilt als wichtigster Wachstumstreiber des Unternehmens.

Dieses schnelle Wachstum erfordert gleichzeitig hohe Ausgaben für das Marketing, was die freie Liquidität weiter einschränkt. Um die laufenden Kosten aufzufangen, streicht Wix nun gezielt Jobs und übergibt die bisherigen Aufgaben der Entwickler teilweise an KI-Modelle.

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