OpenAI und SoftBank: Milliarden-Deal enthüllt die wahre Hürde der KI-Zukunft
Warum Rechenleistung allein nicht mehr reicht und wie das Stargate-Projekt die Energieversorgung der Welt verändern könnte.

Der Energiehunger moderner KI-Modelle wird zum entscheidenden Engpass der Branche. Um diesen zu stillen, investieren OpenAI und die SoftBank Group gemeinsam eine Milliarde US-Dollar in den US-Energieversorger SB Energy. Dieser strategische Schachzug soll die Infrastruktur für das gigantische Stargate-Projekt sichern.
Das Fundament für die nächste Generation
Künstliche Intelligenz benötigt Rechenleistung, doch Rechenleistung benötigt vor allem eines: Strom. In einem entscheidenden Schritt zur Sicherung der eigenen Lieferkette haben OpenAI und der japanische Tech-Investor SoftBank eine massive Finanzspritze für SB Energy angekündigt. Das Unternehmen, eine US-Plattform für erneuerbare Energien, erhält eine Milliarde US-Dollar, um den Ausbau von Solar- und Speichertechnologien zu beschleunigen.
Die Investition zielt direkt auf die physischen Grenzen der KI-Skalierung ab. OpenAI plant nicht nur den Bezug von Energie, sondern beteiligt sich aktiv am Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Ziel ist die Entwicklung und der Betrieb von KI-Rechenzentren der nächsten Generation, die vollständig durch saubere Energiequellen von SB Energy versorgt werden sollen.
Die Partnerschaft markiert einen Wendepunkt in der Strategie großer KI-Labore. Man verlässt sich nicht mehr nur auf bestehende Netze, sondern baut vertikal integrierte Lösungen, um die eigene Expansion nicht durch externe Versorgungsengpässe zu gefährden.
Anzeige
Stargate nimmt Form an
Diese Transaktion ist mehr als eine bloße Finanzbeteiligung; sie ist ein direkter Baustein des "Stargate"-Projekts. Unter diesem Codenamen plant OpenAI gemeinsam mit Partnern den Bau eines Supercomputers und einer Rechenzentrum-Infrastruktur, deren Kosten sich langfristig auf bis zu 500 Milliarden Dollar belaufen könnten.
Das Projekt Stargate gilt als die architektonische Antwort auf den wachsenden Rechenbedarf kommender Modellgenerationen. Die jetzt getätigte Investition in SB Energy liefert das energetische Rückgrat für dieses Vorhaben. Experten sehen darin den Versuch, eine Dominanz im Bereich der "Compute"-Kapazitäten (Rechenleistung) zu etablieren, die für Wettbewerber kaum noch einholbar ist.
Der Schritt verdeutlicht, dass der Wettlauf um die leistungsfähigste KI längst zu einem Wettlauf um Land, Hardware und Gigawatt geworden ist. Ohne gesicherte Stromzufuhr bleiben die theoretischen Modelle der Zukunft wirkungslos.
SoftBanks Rückkehr und wirtschaftliche Visionen
Für die SoftBank Group und ihren CEO Masayoshi Son ist dies eine Rückkehr ins Zentrum des KI-Hypes. Nach volatilen Jahren positioniert sich der Konzern wieder als unverzichtbarer Finanzier der technologischen Avantgarde. Die gemeinsame Investition festigt die Allianz zwischen dem japanischen Konglomerat und dem US-Marktführer OpenAI.
Auf der CES 2026 in Las Vegas hatte OpenAI-Präsident Greg Brockman erst kürzlich angedeutet, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bald direkt an die verfügbare Rechenleistung gekoppelt sein könnte. Mit dem Einstieg bei SB Energy schaffen die Partner nun die physikalischen Voraussetzungen, um diese These in die Realität umzusetzen.