Sam Altman bettelt um Geld

OpenAI und Anthropic: Milliarden-Wettlauf trotz Warnung vor dem Crash

SoftBank plant riesiges Investment, doch Ökonomen sehen die steigenden Bewertungen im Jahr 2026 zunehmend kritisch.

Andreas Becker Nano Banana
Sam Altman bettelt um Geld

SoftBank verhandelt über einen massiven Einstieg von bis zu 30 Milliarden US-Dollar bei OpenAI, während Anthropic eine Rekordsumme von 20 Milliarden einsammelt. Die Kapitalflüsse erreichen im Januar 2026 neue Höchststände, doch Experten mahnen zur Vorsicht vor einer Überhitzung.

SoftBank plant den nächsten Schritt

Der japanische Technologie-Investor SoftBank bereitet offenbar eine der größten Einzelinvestitionen der Tech-Geschichte vor. Berichten zufolge laufen Gespräche, um bis zu 30 Milliarden US-Dollar zusätzlich in den ChatGPT-Entwickler OpenAI zu pumpen. Dieser Schritt würde die Allianz zwischen Masayoshi Sons Konglomerat und dem KI-Marktführer deutlich festigen.

Für OpenAI ist frisches Kapital überlebenswichtig. Der Betrieb und das Training der neuesten Modellgenerationen verschlingen Unsummen an Rechenleistung und Energie. SoftBank setzt mit diesem Schachzug darauf, dass sich die dominante Marktstellung von OpenAI langfristig in harte Gewinne verwandeln lässt.

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Anthropic jagt die Bewertungshöhe

Auch der direkte Konkurrent schläft nicht. Anthropic hat seine aktuelle Finanzierungsrunde Berichten zufolge auf 20 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Diese Kapitalerhöhung katapultiert die Bewertung des Unternehmens auf atemberaubende 350 Milliarden US-Dollar.

Investoren wie Microsoft und Nvidia stehen weiterhin Schlange, um sich Anteile an den vielversprechendsten KI-Modellen zu sichern. Das Ziel ist klar: Niemand will den Anschluss verlieren, wenn sich der Markt in den nächsten Jahren konsolidiert. Die enormen Summen zeigen, dass die "Big Tech"-Akteure bereit sind, fast jeden Preis zu zahlen, um ihre Position zu verteidigen.

Warnung vor dem harten Aufprall

Die entfesselte Investitionswut ruft Kritiker auf den Plan. Gita Gopinath, Ökonomin und Vizechefin des IWF, warnt explizit vor einem "harten KI-Crash". Die Diskrepanz zwischen den astronomischen Bewertungen und den real erwirtschafteten Umsätzen der KI-Firmen wird immer größer.

Sollten die hohen Erwartungen an Produktivitätssteigerungen und Gewinne nicht zeitnah erfüllt werden, droht eine Korrektur an den Märkten. Das Jahr 2026 gilt für viele Analysten als "Make-or-Break"-Jahr. Die Technologie muss jetzt beweisen, dass sie mehr ist als ein teures Spielzeug.

Fokus auf die Praxis

Sam Altman scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben. OpenAI hat für 2026 die "praktische Adoption" als oberstes Ziel ausgegeben. Es geht nicht mehr nur um theoretische Benchmarks oder beeindruckende Demos.

Die Modelle müssen in den Unternehmen ankommen und dort echte Arbeitsprozesse übernehmen. Nur wenn die Kunden einen messbaren Mehrwert spüren, lassen sich die gigantischen Infrastrukturkosten langfristig rechtfertigen. Der Druck auf die CEOs im Silicon Valley wächst mit jeder investierten Milliarde.

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