OpenAI fordert strenge KI-Regeln weltweit
Ein neues Institut soll Jugendliche weltweit besser vor den Gefahren durch KI schützen.

OpenAI fordert die Gründung eines internationalen Instituts für die KI-Sicherheit von Jugendlichen. Das Unternehmen will das Thema auf dem kommenden G7-Gipfel in Évian auf die Agenda setzen und verbindliche Schutzstandards für Minderjährige etablieren.
Strikte Vorgaben für den Jugendschutz
Das vorgeschlagene Institut soll Regierungen, Forscher und die Industrie zusammenbringen, um einheitliche Richtlinien zu entwickeln. Bisher fehlt eine globale Koordinierung in diesem Bereich. OpenAI schlägt dafür konkrete Prinzipien vor, die über bloße Absichtserklärungen hinausgehen.
Zentrale Bestandteile sind verpflichtende Systeme zur Alterserkennung und jährliche Risikobewertungen durch die Anbieter. Erkennt ein KI-Modell das Alter eines Nutzers nicht eindeutig, sollen standardmäßig die höchsten Sicherheitseinstellungen greifen. Zusätzlich fordert das Unternehmen ein striktes Verbot von personalisierter Werbung für Minderjährige sowie den Stopp des Datenverkaufs.
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Kontrolle und eigene Umsetzung
Um diese Vorgaben zu überprüfen, plädiert der Entwickler von ChatGPT für unabhängige Audits. Diese sollen nach gemeinsamen Standards ablaufen, damit sie international vergleichbar sind. Eltern erhalten zudem erweiterte Kontrollmöglichkeiten, um Speicherfunktionen und Zeitlimits für ihre Kinder zu verwalten.
Erste eigene Schritte setzt das Unternehmen bereits um. Dazu gehören verbesserte Altersvorhersagesysteme und spezielle Verhaltensregeln für das eigene KI-Modell im Umgang mit Personen unter 18 Jahren. Das System soll bei Themen wie Selbstverletzung gezielt an professionelle Hilfsangebote verweisen.
Treffen am Rande des G7-Gipfels
Begleitend zum G7-Treffen in Évian organisiert OpenAI eine Konferenz in Paris. Dort werden der Chef für globale Angelegenheiten, Chris Lehane, und Frankreichs KI-Botschafterin Clara Chappaz über die praktische Umsetzung der Ziele diskutieren. Im Fokus steht die Frage, wie Jugendliche die Technologie sicher für Bildung und Kreativität nutzen können.
Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten den Grundstein für künftige gesetzliche Rahmenbedingungen bilden.