Open sichert ein Programm ab

OpenAI veröffentlicht Daybreak Blue und Daybreak Red

Das Cybersicherheitsprogramm bringt zwei neue Stufen und mit GPT-5.6-Cyber ein neues Modell.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Open sichert ein Programm ab

OpenAI erweitert sein Cybersicherheitsprogramm Daybreak um zwei Zugangsstufen und das neue Modell GPT-5.6-Cyber. Das Programm soll Verteidigern helfen, Schwachstellen zu finden und Exploits zu entwickeln, bevor Angreifer KI für Angriffe im großen Stil nutzen.

Zwei Stufen für mehr Handlungsspielraum

Das Programm gliedert sich nun in Daybreak Blue und Daybreak Red. Daybreak Blue bietet Zugang zu GPT-5.6 Sol. OpenAI deaktiviert in dieser Stufe systemweite Schutzmaßnahmen, die bei Standardmodellen legitime Verteidigungsarbeit wie Malware-Analysen blockieren.

Daybreak Red richtet sich an Forscher, die gezielt nach Schwachstellen suchen und Penetrationstests durchführen. Sie erhalten hierüber Zugriff auf GPT-5.6-Cyber. OpenAI hat das Modell speziell für Cybersicherheitsaufgaben trainiert, damit es Antworten auf heikle Anfragen liefert, die Standard-KIs verweigern.

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Hohe Antwortrate bei Sicherheitsanfragen

In internen Tests beantwortet GPT-5.6-Cyber 95 Prozent der Anfragen zu Szenarien wie der Entwicklung von Exploit-Ketten erfolgreich. GPT-5.6 Sol verweigert diese Aufgaben mit aktivierten Schutzmaßnahmen fast vollständig und kommt auf eine Rate von 1,5 Prozent. Das Vorgängermodell GPT-5.5-Cyber erreicht 57,3 Prozent.

Quelle: OpenAI

Wenn es darum geht, bekannte Schwachstellen in funktionierende Exploits umzuwandeln, übertrifft GPT-5.6-Cyber die Sol-Variante. Lediglich beim Schreiben von Fehlerberichten fällt es leicht zurück, da es laut OpenAI oft kürzere Texte generiert.

Quelle: OpenAI

Reale Schwachstellen in Chrome entdeckt

Neben Benchmark-Tests hat OpenAI GPT-5.6-Cyber bereits für reale Code-Analysen eingesetzt. Das Modell untersuchte V8, die JavaScript-Engine von Chrome. Dabei deckte es zwei bisher unbekannte Fehler auf.

Diese Lücken lassen sich verketten, um den Speicher zu korrumpieren und die V8-Heap-Sandbox zu umgehen. Google hat den Fehler nach einer koordinierten Offenlegung behoben und als CVE-2026-15903 registriert. Zudem fand GPT-5.6-Cyber mindestens fünf Schwachstellen in einem mobilen Betriebssystem sowie über 400 Fehler in einem Betriebssystem-Kernel.

Sicherheitsauflagen für Nutzer

OpenAI knüpft den Zugang an strenge Auflagen, um Missbrauch zu verhindern. Nutzer durchlaufen eine Identitätsprüfung und müssen ab dem 1. September 2026 zwingend Hardware-Sicherheitsschlüssel verwenden. Zusätzlich empfiehlt das Unternehmen, alle Tests in isolierten Sandbox-Umgebungen auszuführen und den Auto-Review-Modus in Codex zu nutzen, der riskante Aktionen vor der Ausführung prüft.

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