Ein kaputtes IPhone 17

OpenAI bereitet vermutlich Klage gegen Apple vor

Die erhofften Abonnentenzahlen bleiben aus, weshalb das KI-Unternehmen nun rechtliche Schritte gegen den iPhone-Hersteller prüft.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein kaputtes IPhone 17

Die Partnerschaft zwischen OpenAI und Apple steht offenbar vor dem juristischen Aus. Laut einem Bericht von Bloomberg prüft das KI-Unternehmen eine Klage wegen Vertragsbruchs, da die erhofften Abonnentenzahlen durch die ChatGPT-Integration weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Versteckte Funktionen und enttäuschte Erwartungen

OpenAI erhoffte sich durch die Integration in Apples Betriebssysteme eine enorme Reichweite für seine KI-Modelle. Die im Juni 2024 angekündigte Kooperation sollte ChatGPT tief in Siri und die visuelle Suche einweben. Stattdessen fühlen sich die Entwickler nun aufs Abstellgleis geschoben. Die Funktionen seien schwer auffindbar und generieren kaum neue Einnahmen.

Ein externes Anwaltsbüro sondiert bereits die rechtlichen Optionen. Eine offizielle Rüge wegen Vertragsverletzung gilt als wahrscheinlicher erster Schritt. Das Unternehmen wartet vermutlich noch den Abschluss des aktuellen Gerichtsverfahrens mit Elon Musk ab, bevor es eine weitere juristische Front eröffnet.

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Spannungen auf beiden Seiten

Auch der iPhone-Konzern hegt offenbar Bedenken gegenüber seinem Partner. Im Fokus stehen dabei vor allem OpenAIs Datenschutzstandards, die nicht mit Apples strikten Vorgaben harmonieren. Zudem sorgt der Vorstoß der KI-Firma in den Hardware-Bereich für Unmut in Cupertino. Besonders brisant ist dabei die Personalie Jony Ive, der als ehemaliger Apple-Designchef nun OpenAIs Hardware-Ambitionen leitet.

»Apple sagte im Grunde: OpenAI muss einen Vertrauensvorschuss leisten und uns vertrauen«, zitiert eine Quelle aus der Führungsebene die damaligen Verhandlungen. Dieses Vertrauen zahlte sich offensichtlich nicht aus. Die Situation erinnert stark an frühere Konflikte mit großen Softwareanbietern.

Ein schwieriges Ökosystem

Wer für das iPhone entwickelt, agiert lediglich als Gast in einem streng kontrollierten Raum. Technologiegrößen wie Google, Adobe oder Spotify spürten diese Abhängigkeit in der Vergangenheit deutlich. Prominentes Beispiel bleibt der Rauswurf von Google Maps im Jahr 2012, als Apple die Karten-App durch eine eigene, anfangs stark fehlerhafte Alternative ersetzte.

Mittlerweile setzt Apple für seine hauseigene Apple Intelligence auf einen anderen Anbieter. Google liefert die Infrastruktur und integriert seine Gemini-Modelle für rund eine Milliarde US-Dollar pro Jahr in das System. OpenAI muss sich derweil nicht nur mit rechtlichen Auseinandersetzungen, sondern auch mit wachsenden Spannungen zu seinem Hauptinvestor Microsoft befassen.

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