Nvidia verschenkt starke KI für autonomes Fahren
Mit Alpamayo 2 Super können Autohersteller nun völlig kostenlos eigene Robotaxis für den Straßenverkehr trainieren.

NVIDIA hat sein bisher leistungsfähigstes KI-Modell für Robotaxis und selbstfahrende Autos zur kommerziellen Nutzung veröffentlicht. Alpamayo 2 Super soll Fahrzeuge sicherer durch unvorhersehbare Verkehrssituationen steuern und steht Herstellern unter einer offenen Lizenz zur Verfügung.
Bessere Orientierung bei seltenen Ereignissen
Autonome Fahrzeuge meistern Standardrouten meist problemlos, scheitern aber oft an seltenen und komplexen Verkehrssituationen. Alpamayo 2 Super soll genau diese Ausnahmefälle besser verarbeiten. Es verknüpft dafür die Bilder der Front-, Seiten- und Rückkameras zu einer durchgehenden 360-Grad-Ansicht. Das Modell erfasst dadurch Spurwechsel, ungeschützte Abbiegevorgänge und unübersichtliche Kreuzungen besser.
Die Basis liefert NVIDIAs Cosmos 3 Super Reasoner. Alpamayo 2 Super wurde nach dem ersten Training mit Reinforcement Learning optimiert. Das Modell verfügt über die dreifache Kapazität der bisherigen Zehn-Milliarden-Parameter-Versionen.
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Nachvollziehbare Entscheidungen
Ein Problem in der Fahrzeugentwicklung ist oft die fehlende Transparenz von KI-Entscheidungen. NVIDIA begegnet dem mit einer sogenannten »Chain of Causation«. Das Modell gibt nicht nur einen Fahrpfad aus, sondern liefert die logische Begründung für eine geplante Aktion gleich mit. Entwickler können nachvollziehen, welches visuelle Detail in den Kameradaten zu einer konkreten Fahrentscheidung geführt hat.
Das erleichtert die sicherheitstechnische Validierung nach Standards wie ISO/PAS 8800. Alpamayo 2 Super lässt sich außerdem nutzen, um rohe Videodaten aus Testflotten automatisch zu beschriften und so neue Trainingsdaten zu generieren. Bei diesen spezifischen Entwicklungsaufgaben schneidet das Modell besser ab als konkurrierende Ansätze.
Quelle: Nvidia
Im LingoQA-Benchmark für autonomes Fahren belegt Alpamayo 2 Super den ersten Platz. Laut internen Messungen des Herstellers übertrifft es andere KI-Modelle wie Qwen2.5-VL 72B um 17 Punkte und Gemini 2.5 Pro um gut 15 Punkte.
Quelle: Nvidia
Kommerzielle Lizenz senkt Entwicklungskosten
NVIDIA stellt Alpamayo 2 Super unter der OpenMDW-1.1-Lizenz auf der Plattform Hugging Face bereit. Automobilhersteller und Zulieferer können das Modell direkt für kommerzielle Zwecke anpassen, mit eigenen Daten verfeinern und in ihre Fahrzeuge integrieren. Sie sparen sich dadurch die Kosten, ein vergleichbares Grundlagenmodell komplett neu trainieren zu müssen.
NVIDIA bindet Alpamayo 2 Super zudem in ein größeres Ökosystem aus Simulationsprogrammen und Datensätzen ein. Entwickler behalten dabei die vollständige Kontrolle über ihre proprietären Flottendaten.

