Ein Mistral Rechenzentrum

Mistral holt fremde KI Modelle komplett nach Europa

Kunden wählen den genauen Standort für ihre Daten. Sowohl für Mistral Modelle, als auch für fremde KI-Modelle.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Mistral Rechenzentrum

Mistral verringert die Abhängigkeit europäischer Unternehmen von globaler Infrastruktur. Der Entwickler bietet für seine KI-Modelle nun feste Rechenkapazitäten in Europa an. Gleichzeitig öffnet er seine Plattform erstmals für die Modelle anderer Anbieter.

Lokale Server mit Erreichbarkeitsgarantie

Bislang betreiben viele Kunden die Mistral-Modelle auf eigenen Servern. Je tiefer die Technik in den Geschäftsalltag rückt, desto stärker wächst der Bedarf an verlässlicher, externer Infrastruktur, die strikte Datenschutzvorgaben erfüllt.

Mit den neuen »Mistral Regional Endpoints« wählen Nutzer direkt aus, ob ihre Anfragen in Europa oder in den USA verarbeitet werden. Für geschäftskritische Aufgaben führt Mistral eine zusätzliche Prioritätsstufe ein. Diese sichert vertraglich zu, dass die Server jederzeit erreichbar bleiben und Anfragen nicht in der Warteschlange landen.

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Fremde Modelle auf eigener Plattform

Neben der Kontrolle über den Serverstandort fordern Unternehmen die freie Wahl ihrer KI-Modelle. Bislang bot Mistral auf seiner Plattform ausschließlich eigene Modelle an, darunter Mistral OCR für die Texterkennung.

Nun öffnet das Unternehmen seine Infrastruktur. Als erstes externes Modell ist GLM-5.2 des Anbieters Z.ai verfügbar. Nutzer können es unter den gleichen Sicherheits- und Standortvorgaben verwenden wie die Modelle von Mistral. Das verhindert, dass Unternehmen ihre sensiblen Daten auf die Server verschiedener Anbieter verteilen müssen, wenn sie für spezielle Aufgaben ein anderes Modell einsetzen wollen.

Ein Bündnis für neue Rechenzentren

Das Nadelöhr der KI-Nutzung bleibt die reine Rechenleistung. Die benötigten Server-Kapazitäten sind knapp. Mistral gründet deshalb eine Koalition aus Unternehmen, um den Aufbau neuer Infrastruktur in Europa zu finanzieren.

Die teilnehmenden Firmen verpflichten sich finanziell für mehrere Jahre und erhalten im Gegenzug sogenannte »European Compute Units« (ECUs). Diese Einheiten garantieren ihnen langfristig den Zugriff auf die Mistral-Infrastruktur.

Bis zum Jahr 2030 plant das Unternehmen den Aufbau von Rechenkapazitäten mit einer Gesamtleistung von bis zu einem Gigawatt. Organisationen sichern sich damit die nötige Rechenkraft für aktuelle Modelle, behalten aber die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten.

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