Jensen Huang über God AI: Die Definition überrascht
Während Experten vor der Apokalypse warnen, definiert der Nvidia-Chef künstliche Intelligenz neu – in galaktischen Dimensionen.

Jensen Huang dämpft die aktuellen Untergangsszenarien und verortet eine potenzielle „God AI“ weit jenseits unserer heutigen technologischen Möglichkeiten. Diese Einordnung des Nvidia-CEOs bietet einen notwendigen Kontrapunkt zu den alarmierenden Warnungen anderer Tech-Größen im Jahr 2026.
Eine Definition jenseits des Verstandes
Während die Welt darüber debattiert, ob GPT-5 oder Gemini 3 bereits ein Bewusstsein entwickelt haben, verschiebt Nvidia-Chef Jensen Huang die Torpfosten deutlich nach hinten. In einer aktuellen Stellungnahme definiert er eine echte „God AI“ nicht als bloße Verbesserung heutiger Sprachmodelle, sondern als eine Entität von „biblischen oder galaktischen Ausmaßen“.
Huang macht damit klar, dass die aktuelle technologische Entwicklung zwar rasant verläuft, wir aber von einer allmächtigen künstlichen Intelligenz noch Lichtjahre entfernt sind. Für ihn ist KI derzeit ein Werkzeug – ein extrem leistungsfähiger Autopilot – aber kein göttliches Wesen, das morgen die Menschheit unterjocht. Diese Perspektive erdet die Diskussion, die sich in den letzten Monaten oft in Science-Fiction-Ängsten verlor.
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Kritik an den Untergangspropheten
Besonders scharf geht Huang mit den sogenannten „Doomer“-Narrativen ins Gericht. Er kritisiert „hoch respektierte Persönlichkeiten“, die durch düstere Prognosen Ängste in der Bevölkerung schüren. Wer KI als existenzielle Bedrohung darstellt, übersieht laut Huang den faktischen Nutzen, den diese Systeme als Assistenten in der Forschung und Industrie bereits heute leisten.
Nvidias Strategie ist dabei offensichtlich: Angst verkauft keine Grafikkarten, Hoffnung auf Fortschritt schon. Indem Huang die „God AI“ in eine ferne Zukunft verbannt, positioniert er seine Chips als die Motoren des pragmatischen Fortschritts und nicht als Zünder der Apokalypse.
Die gespaltene Elite des Silicon Valley
Huangs beruhigende Worte treffen auf eine tief gespaltene Tech-Branche im Januar 2026. Auf der einen Seite steht Google DeepMind-CEO Demis Hassabis, der eindringlich warnt, dass AGI (Artificial General Intelligence) unmittelbar bevorstehe und die Gesellschaft schlichtweg nicht bereit sei. Seine Sorge gilt der fehlenden Kontrolle über Systeme, die uns intellektuell überlegen sind.
Dem gegenüber steht OpenAI-Chef Sam Altman mit einer fast schon provozierenden Gelassenheit. Seine These: AGI wird an uns „vorbeirauschen“ („whoosh by“), ohne das gesellschaftliche Gefüge sofort radikal zu verändern. Irgendwo dazwischen mahnt Bill Gates, dass die KI-Entwicklung keinesfalls stagnieren wird, bevor sie menschliches Niveau übertrifft, und warnt konkret vor Gefahren wie Bioterrorismus. Huangs „galaktische“ Perspektive wirkt in diesem kakofonischen Chor fast schon wie die Stimme der Vernunft.