Ein Google TV Fernseher

Google TV integriert Gemini: Die Fernbedienung wird bald überflüssig

Eine neue Ära der TV-Steuerung beginnt mit KI-Modellen, die Systemeinstellungen per Sprachbefehl ohne Menü-Suche anpassen.

Andreas Becker Nano Banana
Ein Google TV Fernseher

Google integriert die Sprach-KI Gemini tiefer in das Betriebssystem Google TV. Auf der Technikmesse CES 2026 zeigt der Konzern, wie Nutzer künftig per Sprachbefehl komplexe Systemeinstellungen ändern und persönliche Fotos mithilfe neuer Bildmodelle direkt am Fernseher bearbeiten können.

Natürliche Sprache ersetzt verschachtelte Menüs

Die Steuerung des Fernsehers erfolgt zunehmend über natürliche Sprache statt durch das Klicken in Untermenüs. Nutzer können Gemini mitteilen, dass das Bild zu dunkel oder der Dialog schwer verständlich ist. Die KI analysiert diese Anfragen und passt die Helligkeit oder die Audioprofile selbstständig an, ohne dass der Zuschauer den aktuellen Film verlassen muss.

Zusätzlich wertet Google die Suchergebnisse auf der Plattform optisch auf. Anstatt rein textbasierter Antworten liefert Gemini nun visuelle Frameworks, die Bilder, Videos und Echtzeit-Sportdaten kombinieren. Komplexe Themen bereitet die KI in sogenannten Deep Dives auf, die interaktive Übersichten für die gesamte Familie bieten.

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Kreativ-Werkzeuge für das Wohnzimmer

Mit der Integration der Modelle Nano Banana und Veo verwandelt Google den Fernseher in eine Station für Medienbearbeitung. Während Nano Banana als kompaktes Modell für die lokale Bildbearbeitung dient, ermöglicht Veo die Generierung kurzer Videosequenzen. Nutzer können so persönliche Aufnahmen aus ihrer Google Photos Bibliothek per Sprachbefehl in cineastische Diashows oder KI-generierte Kunstwerke verwandeln.

Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller TCL steht hierbei im Fokus. Diese Geräte erhalten die neuen Funktionen als erste, wobei die Verwaltung der Fotogalerien eine zentrale Rolle spielt. Über einfache Befehle lassen sich Momente nach Personen oder Ereignissen filtern, ohne manuell durch hunderte Bilder scrollen zu müssen.

Lokale Verarbeitung und Datenschutz

Ein wesentlicher Teil der Rechenleistung wird direkt auf der Hardware ausgeführt. Hierfür nutzt Google das Modell Gemini Nano, das speziell für die Ausführung auf Endgeräten ohne ständige Cloud-Anbindung entwickelt wurde. Dieser Ansatz soll nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen, sondern auch die Privatsphäre der Nutzer schützen, da sensible Bilddaten das Gerät seltener verlassen.

Der Rollout der neuen Funktionen beginnt unmittelbar auf ausgewählten TCL-Modellen in den USA. In den folgenden Monaten plant Google die Ausweitung auf weitere Marken sowie auf Projektoren, die mit Google TV laufen. Voraussetzung für die Nutzung ist ein aktuelles Betriebssystem ab Version Android TV OS 14.

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