Das deutsche KI-Start-up Black Forest Labs hat mit FLUX Video Edit ein Modell zur Bearbeitung bestehender Videoclips vorgestellt. Statt Szenen komplett neu zu erzeugen, passt das Modell vorhandenes Footage über einfache Textanweisungen gezielt an.
Gezielte Änderungen ohne Neustart der Szene
Bisher erforderten Anpassungen in KI-generierten oder real gefilmten Videos meist ein vollständiges Neuzeichnen der gesamten Sequenz. FLUX Video Edit arbeitet stattdessen als Video-zu-Video-Editor, der Bildausschnitt, Timing, Kamerafahrten und Tonspuren aus dem Ausgangsmaterial übernimmt.
Nutzer beschreiben im Textprompt lediglich die gewünschte Korrektur. Das Modell entfernt störende Objekte, tauscht Hintergründe aus oder verändert die Kleidung gezeigter Personen, ohne nicht genannte Bildelemente neu zu berechnen.
Auch die Modifikation von gesprochenem Text ist möglich. Das System passt die Lippenbewegungen von Darstellern an geänderte Dialoge an oder übersetzt gesprochene Sätze in andere Sprachen, solange die neue Tonspur der ursprünglichen Länge entspricht.
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Technische Grenzen und Abrechnung nach Sekunden
Die Entwicklerschnittstelle verarbeitet MP4-Dateien mit einer Länge von bis zu 15 Sekunden und einer maximalen Dateigröße von 50 Megabyte. Die Ausgabe erfolgt in einer Auflösung von 720p bei 24 Bildern pro Sekunde, wobei das ursprüngliche Seitenverhältnis erhalten bleibt.
Für die Bearbeitung eines zehnsekündigen Videoclips benötigt die Anwendung etwa 50 Sekunden. Für spätere Ausgaben in höheren Qualitätsstufen wie 4K steht ein separates Hochskalierungsmodell zur Verfügung.
Die Preisstruktur richtet sich ausschließlich nach der Länge des fertigen Videos. Black Forest Labs berechnet 0,03 US-Dollar pro Ausgabesekunde, womit ein bearbeiteter Clip von zehn Sekunden Länge mit 0,30 US-Dollar zu Buche schlägt.
Die Schnittstelle steht Entwicklern über die API des Herstellers zur Nutzung bereit.

