Bosch beginnt im August 2027 am Standort Bühl mit der Serienproduktion von humanoiden Robotern. Der Konzern kooperiert dafür mit dem britischen Startup Humanoid und bringt die Maschinen in die industrielle Fertigung.
Vom Autozulieferer zur Roboterfabrik
Das Werk im baden-württembergischen Bühl verkleinert sich seit Jahren. Derzeit bauen die rund 2700 Beschäftigten vor allem Komponenten für die Autoindustrie, etwa Fensterheber oder Kleinstmotoren.
Wegen des strukturellen Wandels fallen bis 2030 weitere 1100 Arbeitsplätze weg. Die geplante Produktion der humanoiden Roboter bringt nun eine neue Aufgabe an den Standort. Der Bau der komplexen Mechanik und Elektronik bietet dem Zulieferer eine alternative Einnahmequelle.
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Maschinen für die Werkslogistik
Zunächst montiert Bosch das Modell Gamma in überschaubaren Stückzahlen. Für 2027 ist der Bau von einigen Hundert Einheiten geplant. Dafür setzt der Konzern vorerst eine zweistellige Zahl an Mitarbeitern ein.
Prototypen der Reihe HMND-01 liefen bereits im Werk zur Probe. Gesteuert durch die Software KinetIQ bewegten sie eigenständig Kartons in der Logistik.
Das Startup Humanoid verkauft die Maschinen nicht. Kunden mieten sie stattdessen als Serviceleistung. Der Autozulieferer Schaeffler ist als Investor an dem Unternehmen beteiligt und nutzt die Technik als erster Abnehmer. Bosch prüft, für die Produktion künftig auch eigene Bauteile wie Motoren und Sensoren beizusteuern.
Mehrere Partner gegen internationale Konkurrenz
Der globale Wettbewerb wächst schnell. Chinesische Anbieter profitieren von staatlichen Förderungen und zeigen aktuell bei den World Robot Games ihre Leistungsfähigkeit.
Bosch fährt daher mehrgleisig. Neben der Kooperation mit Humanoid arbeitet der Konzern auch mit dem Robotik-Unternehmen Neura Robotics zusammen.
Der Einstieg in die Serienfertigung sichert dem Traditionsstandort Bühl eine neue langfristige Perspektive.
