Anthropic verwandelt Google Chrome in einen KI Agenten
Claude bedient ab sofort selbstständig Tabs und füllt Formulare aus. Die KI nimmt Nutzern lästige Klickarbeit ab.

Anthropic baut Claude zu einem aktiven Agenten für den Browser um. Über eine Chrome-Erweiterung navigiert er selbstständig durch Tabs, klickt Links und füllt Formulare aus. Alle Sitzungen synchronisieren sich dabei geräteübergreifend.
Arbeiten über mehrere Tabs
Bisher liefen Unterhaltungen im Seitenpanel des Browsers isoliert ab. Mit dem Update auf »Claude Cowork« ändert sich das. Die Erweiterung teilt den Verlauf nun mit den Desktop-, Web- und Mobile-Apps. Nutzer können eine Aufgabe im Browser beginnen und später auf dem Smartphone fortsetzen.
Claude liest nicht nur den Inhalt der aktuellen Seite. Er klickt Links, tippt Text und wechselt zwischen verschiedenen Tabs. So kann er beispielsweise Rechnungsbeträge aus unterschiedlichen Lieferantenportalen zusammentragen und in eine Tabelle eintragen. Das funktioniert auch bei internen Dashboards, die keine eigene Schnittstelle bieten.
Um auf lokale Dateien des Rechners zuzugreifen, benötigen Nutzer weiterhin die Desktop-App.
Schutz vor manipulierten Befehlen
Wenn Claude selbstständig im Internet agiert, steigt das Risiko durch Prompt Injections. Angreifer verstecken dabei unsichtbare Anweisungen in Webseiten oder Dokumenten. Diese können ihn dazu bringen, ungewollte Aktionen auszuführen.
Anthropic integriert deshalb einen zusätzlichen Prüfmechanismus. Bevor Claude ein Formular absendet oder eine Datei herunterlädt, gleicht er den Schritt mit der ursprünglichen Nutzeranfrage ab. Bei einer Abweichung blockiert er die Ausführung. Nutzer können Abläufe auch automatisch genehmigen lassen. Bei irreversiblen Schritten wie einem Kauf bittet er jedoch immer um Erlaubnis.
Anthropic weist darauf hin, dass diese Maßnahmen das Sicherheitsrisiko verringern, aber nicht ausschließen.
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Start in Google Chrome
Die neue Funktion steht Abonnenten der Max- und Team-Tarife ab 12. August 2026 zur Verfügung. Pro-Nutzer erhalten in den kommenden Wochen Zugriff. In Enterprise-Plänen ist das Tool standardmäßig deaktiviert. Administratoren können es dort manuell freischalten und auf bestimmte Domains beschränken.
Die Erweiterung funktioniert vorerst ausschließlich in Google Chrome. Andere Chromium-Browser oder mobile Varianten werden noch nicht unterstützt.