Ein Panda wird von einem Arzt und Roboter untersucht

Alexa ohne Echo: Amazons neuer KI-Plan startet im Browser

Warum die Webseite alexa.com jetzt zur ernsthaften ChatGPT-Konkurrenz wird.

Andreas Becker Nano Banana
Ein Panda wird von einem Arzt und Roboter untersucht

Amazon öffnet den Zugang zu Alexa Plus über den Browser und löst damit die Bindung an physische Echo-Lautsprecher. Die neue Web-Oberfläche ermöglicht produktives Arbeiten mit dem KI-Assistenten und positioniert ihn als direkte Alternative zu etablierten Chatbots wie ChatGPT.

Wegfall der Hardware-Bindung

Amazon vollzieht mit dem Start der Webseite alexa.com einen strategischen Kurswechsel. Bisher erforderte die Nutzung des Sprachassistenten meist den Kauf eines Echo-Gerätes oder die Nutzung der Smartphone-App.

Nun können Anwender direkt über den Browser mit der KI chatten und komplexe Aufgaben am Desktop-Rechner erledigen. Dieser Schritt macht den Dienst unabhängig von spezieller Hardware und öffnet ihn für ein breiteres Publikum im Büroalltag.

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Funktionen für Haushalt und Büro

Die neue Oberfläche rückt die Organisation des Haushalts und produktive Tätigkeiten in den Vordergrund. Nutzer verwalten Termine, erstellen Reisepläne oder lassen sich lange E-Mails zusammenfassen. Eine integrierte Seitenleiste erlaubt zudem die Steuerung von Smart-Home-Geräten wie Thermostaten oder Lampen.

Besonders relevant ist die Funktion als zentraler Hub für Dokumente. Anwender laden Dateien hoch, die Alexa Plus anschließend analysiert, um beispielsweise Arzttermine oder Schulinformationen in den Kalender zu übertragen. Diese Informationen synchronisiert das System automatisch mit allen verbundenen Geräten im Haushalt.

Technik auf Basis moderner Sprachmodelle

Hinter Alexa Plus steht eine Architektur aus modernen Large Language Models. Diese auf riesigen Datenmengen trainierten KI-Modelle erlauben flüssigere und kontextbezogene Gespräche. Amazon nutzt hierfür eigene Entwicklungen sowie Technologien des Partners Anthropic, um eine hohe Präzision bei Antworten zu erreichen.

Durch diese Rechenpower versteht der Assistent nun auch unpräzise Anweisungen oder merkt sich Details aus vorangegangenen Dialogen. Dies unterscheidet die Plus-Variante von der klassischen Sprachsteuerung, die oft an starre Befehlsketten gebunden war. Die Verarbeitung erfolgt dabei primär in den Rechenzentren des Konzerns.

Verfügbarkeit und Kosten

Der Dienst startet zunächst in einer Early-Access-Phase, also einem vorzeitigen Zugang für ausgewählte Nutzer zu Testzwecken. In den USA ist der Zugang für Mitglieder des Prime-Programms ohne Zusatzkosten enthalten. Andere Nutzer zahlen eine monatliche Gebühr, um die erweiterten Funktionen zu nutzen.

Für den deutschen Markt zeichnet sich ebenfalls ein baldiger Start ab. Interessenten können sich bereits für eine Testphase registrieren, um die neuen Funktionen vor dem offiziellen Release zu erproben. Ein genaues Datum für die finale Markteinführung in Europa nannte das Unternehmen bisher noch nicht.

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