Das Ende der Arbeit? Das sagen 10 KI-Größen!
Das sind die Meinungen von Elon Musk, Sam Altman, Bill Gates und Co.

Die Diskussion hat sich gewandelt: Es geht nicht mehr nur um Automatisierung, sondern um eine fundamentale Neuordnung der menschlichen Existenz. Während Tech-Giganten im Jahr 2026 die Grenzen der künstlichen Intelligenz neu definieren, stellt sich für jeden Arbeitnehmer die Frage, ob der eigene Job in fünf Jahren noch existiert oder ob ein Leben im "Universellen Hohen Einkommen" bevorsteht.
Die Visionäre des totalen Wandels
Elon Musk vertritt die radikalste These. Der Tesla- und xAI-Chef spricht nicht mehr von einem bedingungslosen Grundeinkommen, sondern propagiert ein "Universal High Income". Seiner Ansicht nach wird künstliche Intelligenz die Kosten für Waren und Dienstleistungen so massiv senken, dass Geld als Mangelware an Bedeutung verliert. Arbeit wird laut Musk optional, eine Beschäftigung aus Leidenschaft statt aus Notwendigkeit.
Sam Altman, CEO von OpenAI, teilt diese Vision der Ressourcen-Umverteilung, wählt jedoch einen technischeren Ansatz. Er diskutiert das Konzept des "Universal Basic Compute". Anstatt nur Bargeld zu verteilen, sollen Bürger Anteile an der Rechenleistung oder den großen Sprachmodellen selbst erhalten. In Altmans Szenario generiert die KI den Wohlstand, und die Menschheit profitiert direkt von der Wertschöpfung der Systeme.
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Die Pragmatiker der reduzierten Arbeitszeit
Bill Gates sieht die Entwicklung weniger als Abschaffung der Arbeit, sondern als Befreiung von der Mühsal. Der Microsoft-Gründer prognostiziert eine drastische Reduzierung der Wochenarbeitszeit, möglicherweise auf drei Tage oder weniger. KI übernimmt monotone Aufgaben, steigert die Effizienz und ermöglicht so mehr Freizeit bei gleichbleibendem Wohlstand.
Jensen Huang, CEO von Nvidia, betrachtet die Zukunft durch die Brille der Produktivität. Für ihn macht KI jeden Menschen zum Programmierer und Experten. Er sieht keine massenhafte Arbeitslosigkeit, sondern eine Ära der "Super-Assistenten", in der einzelne Mitarbeiter die Produktivität ganzer Abteilungen erreichen. Die Arbeit verschwindet nicht, sie verdichtet sich auf kreative und steuernde Prozesse.
Wissenschaft und Struktur im Fokus
Demis Hassabis, Kopf von Google DeepMind, legt den Fokus auf die Lösung fundamentaler wissenschaftlicher Probleme. Seine Vision ist eine Ära der materiellen Fülle, erreicht durch KI-gestützte Durchbrüche in Energieerzeugung, Materialwissenschaft und Medizin. Wenn Energie und Gesundheit quasi kostenlos werden, verliert das klassische Erwerbsmodell zwangsläufig an Relevanz.
Dario Amodei, CEO von Anthropic, warnt hingegen vor einer "Blase" der Erwartungen, sieht aber gleichzeitig eine "komprimierte Zukunft" auf uns zukommen. Er betont, dass die Gesellschaft sich auf extrem schnelle Sprünge in der künstlichen Intelligenz vorbereiten muss. Arbeit wird sich so schnell wandeln, dass Anpassungsfähigkeit zur wichtigsten Währung wird, noch vor Fachwissen.
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Die Architekten der neuen Realität
Satya Nadella, CEO von Microsoft, positioniert KI als den ultimativen "Copilot" für jede menschliche Tätigkeit. Er sieht keine Zukunft ohne Arbeit, sondern eine Symbiose. Der Mensch bleibt im "Loop", aber seine Fähigkeiten werden durch KI so stark erweitert, dass die Definition von Kompetenz neu geschrieben werden muss.
Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, fordert einen neuen gesellschaftlichen Vertrag. Er sieht die Gefahr einer Machtkonzentration und plädiert für eine Art "Containment" (Eindämmung) der Risiken bei gleichzeitiger Verteilung der Gewinne. Seine Sorge gilt der Übergangsphase, in der alte Jobs wegfallen, bevor die neuen Verteilungsmechanismen greifen.
Die Skeptiker und Open-Source-Verfechter
Yann LeCun, Chef-Wissenschaftler bei Meta, bremst die Angst vor einer sofortigen Übernahme durch eine Superintelligenz. Er betont, dass aktuellen KI-Systemen noch immer der "gesunde Menschenverstand" und das Verständnis für die physische Welt fehlen. Für LeCun bleibt der Mensch auf absehbare Zeit unverzichtbar, KI fungiert eher als Verstärker menschlicher Intelligenz denn als deren Ersatz.
Mark Zuckerberg gibt sich als Robin Hood der KI-Szene und setzt auf Open Source, um die Technologie zu demokratisieren. Diese Selbstinszenierung bröckelt jedoch bei genauerer Betrachtung. Experten kritisieren Metas Modelle oft als Mogelpackung, da die Lizenzen strengen Open-Source-Kriterien nicht standhalten ("Open Washing"). Zudem sorgten jüngste strategische Kurswechsel bei Meta für Unruhe: Analysten sehen Anzeichen, dass der Konzern künftige Spitzenmodelle wieder stärker verschließen könnte, um das eigene Geschäftsmodell zu schützen.