Altmans Weltraum-Vision: So sicherst du dir den Super-Job der Zukunft
Während KI den Arbeitsmarkt umkrempelt, zeigt der OpenAI-Gründer, warum wir durchhalten müssen und was 2035 auf uns wartet.

Der Traum vom Weltraum-Job
Sam Altman ist bekannt für steile Thesen, aber sein jüngstes Interview mit der Journalistin Cleo Abram lässt aufhorchen. Seine Prognose: In nur neun Jahren könnten College-Absolventen Berufe ergreifen, die heute noch nach purer Science-Fiction klingen. "Dieser Uni-Abgänger im Jahr 2035 [...] könnte sehr gut zu einer Mission aufbrechen, um das Sonnensystem zu erkunden", so Altman.
Dabei geht es nicht nur um Astronauten-Romantik. Altman spricht von völlig neuen, extrem gut bezahlten Tätigkeitsfeldern, die durch den technologischen Fortschritt entstehen. Die Botschaft ist klar: Die KI-Revolution soll uns nicht arbeitslos machen, sondern uns zu den Sternen bringen. Für die Generation, die jetzt ihren Abschluss macht oder mitten im Berufsleben steht, hat er jedoch fast schon Mitleid übrig. Wir seien diejenigen, die noch die "alte, langweilige Arbeit" erledigen müssen, bevor das goldene Zeitalter anbricht.
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Die Realität 2026: Der "KI-Tsunami" ist da
Während Altman von 2035 träumt, sieht die Realität hier und heute, im Januar 2026, deutlich rauer aus. Der oft zitierte "KI-Tsunami" trifft den Arbeitsmarkt mit voller Wucht. Experten warnen aktuell, dass bis zu 5 Millionen klassische Büro-Jobs ("White-Collar Jobs") akut von der Auslöschung bedroht sind. Besonders Einstiegsjobs, die früher das Sprungbrett für Akademiker waren, werden zunehmend von Algorithmen übernommen.
Das schafft eine paradoxe Situation: Während die Vision für die Zukunft glänzt, verlieren junge Amerikaner und Europäer in KI-exponierten Berufen derzeit an Boden. Die Kluft zwischen denen, die KI nutzen, und denen, die durch sie ersetzt werden, wächst rasant. Es herrscht Goldgräberstimmung und Endzeitstimmung gleichzeitig.
Anpassung oder Obsoleszenz
Was bedeutet das für dich als Arbeitnehmer im Jahr 2026? Warten auf das Raumschiff ist keine Option. Die Devise lautet: Integriere KI oder riskiere, obsolet zu werden. Wer sich jetzt nicht anpasst, wird zu den Verlierern gehören, bevor die versprochenen "Super-Jobs" überhaupt existieren.
Unternehmen suchen händeringend nach Talenten, die diese Transformation vorantreiben können. Es entstehen bereits "KI-sichere" Karrieren und hybride Teams, in denen Mensch und Maschine kooperieren. Altmans Vision mag verlockend klingen, aber der Weg dorthin führt durch eine harte Phase der Umstrukturierung. Die "langweilige Arbeit" von heute ist vielleicht bald Geschichte – aber nur für diejenigen, die lernen, die Werkzeuge von morgen zu beherrschen.
Allerdings frage ich mich auch, warum Menschen mit all ihren Nachteilen ins Weltall gehören sollen, statt dass Roboter mit all ihren Vorteilen die Arbeit dort übernehmen...