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OpenAI kündigt das Ende des Chats an

OpenAI plant einen weitreichenden Umbau der Plattform hin zu autonomen Assistenten und professionellen Programmierhilfen.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
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Intern gilt der klassische Chat bereits als überholt. OpenAI bereitet den weitreichendsten Umbau von ChatGPT seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2022 vor. Der Chatbot entwickelt sich in den kommenden Wochen zu einer Plattform für selbstständige KI-Agenten und Programmierhilfen.

Abkehr vom klassischen Frage-Antwort-Prinzip

Bisher reagiert ChatGPT meist auf Prompts der Nutzer. Künftig soll das System komplexe Aufgaben eigenständig ausführen, ohne dass fortlaufend neue Anweisungen nötig sind. OpenAI verlagert den Schwerpunkt damit von einfachen Unterhaltungen hin zu autonomen Assistenten.

Interne Kreise begründen den Schritt mit einer veränderten Marktlage. Einfache Chatbots bringen auf Dauer nicht den erhofften finanziellen Ertrag. Deshalb rücken profitablere Funktionen für Geschäftskunden in den Fokus.

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Codex rückt ins Zentrum der Plattform

Eine tragende Säule dieser neuen Ausrichtung ist die Programmier-Plattform Codex. Seit der Veröffentlichung der Desktop-Anwendung im Februar wuchs dessen Nutzerbasis rasant. Mittlerweile verzeichnet das System mehr als fünf Millionen wöchentlich aktive Nutzer.

Diese Entwicklung verspricht OpenAI deutlich höhere Einnahmen als die kostenfreie Nutzung des normalen Chatbots. Um diese Erlöse zu maximieren, bündelt das Unternehmen seine internen Teams unter einer neuen, gemeinsamen Führung – ein strategischer Umbau, der zeitlich mit dem Abgang mehrerer hochrangiger Führungskräfte zusammenfällt.

Der Weg zur allumfassenden Anwendung

Erste optische und funktionelle Änderungen sollen bereits in den nächsten Wochen erscheinen. Die Website und die mobilen Apps erhalten ein neues Design, das Nutzer direkt zu erweiterten Funktionen führt. Drittanbieter und Partnerdienste sollen dabei direkt in das Interface eingebunden werden, um einen Wechsel überflüssig zu machen.

Langfristig soll die künstliche Intelligenz die Absichten der Anwender selbstständig erkennen. Ein manueller Wechsel zwischen verschiedenen Apps oder Webseiten wird dadurch überflüssig.

Mit dieser Strategie nähert sich OpenAI dem Geschäftsmodell des Konkurrenten Anthropic an. Beide Unternehmen richten ihre Dienste verstärkt auf Profitabilität und zahlende Kunden aus. Der Schritt gilt auch als Vorbereitung für einen geplanten Börsengang.

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