Ein Gemini Stern mit 3 Modellen

Google bringt drei neue Gemini Modelle heraus

Die Version 3.6 Flash löst das teure Token-Problem. Zusätzlich gibt es neue Modelle für Tempo und Sicherheit.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Gemini Stern mit 3 Modellen

Google hat die neuen KI-Modelle Gemini 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite veröffentlicht. Die wichtigste Neuerung: 3.6 Flash verbraucht deutlich weniger Token als sein Vorgänger und behebt damit dessen bisher größten Schwachpunkt in der Praxis.

Quelle: artificialanalysis ai

Das Token-Problem ist gelöst

In der Vergangenheit wurde Gemini 3.5 Flash von Entwicklern kaum genutzt. Der zu hohe Token-Verbrauch trieb die Kosten für agentenbasierte Workflows schnell in die Höhe. Google reagiert auf diese Kritik nun mit Gemini 3.6 Flash. Laut dem Artificial Analysis Index benötigt das Modell für identische Aufgaben 17 Prozent weniger Ausgabe-Token. Bei komplexeren Programmieraufgaben, wie sie im Benchmark DeepSWE gemessen werden, sinkt der Verbrauch laut Entwicklern sogar um bis zu 65 Prozent.

Quelle: Google

Diese Effizienzsteigerung kombiniert der Anbieter mit niedrigeren Preisen. Für eine Million Eingabe-Token berechnet Google 1,50 US-Dollar, für Ausgabe-Token werden 7,50 US-Dollar fällig. Die folgende Grafik veranschaulicht dieses vorteilhafte Verhältnis von Kosten und Leistung. Allerdings muss man auch sagen, dass die Konkurrenz in dem Bereich mit Muse Spark 1.1, Grok 4.5 und GLM 5.2 sehr hoch ist.

Quelle: artificialanalysis ai

Trotz der Einsparungen erzielt 3.6 Flash bessere Testergebnisse als die alte Version. Im Bereich des maschinellen Lernens (MLE Bench) steigt die Leistung von 49,7 auf 63,9 Prozent. Auch die Fähigkeiten zur Computerbedienung wurden spürbar ausgebaut. Die sogenannte »Computer Use«-Funktion ist nun standardmäßig als clientseitiges Tool über die Gemini-API integriert.

Quelle: Google

Kunden nutzen das System verstärkt für die Analyse von Diagrammen, komplexen Finanzdaten und das Entwerfen von Berichten. Gleichzeitig hat der Konzern die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. 3.6 Flash enthält erweiterte Schutzmechanismen gegen Missbrauch in den Bereichen Chemie, Biologie, Radiologie und Nukleartechnologie (CBRN). Diese Filter machen das Modell widerstandsfähiger gegen Manipulationen.

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Hoher Durchsatz mit 3.5 Flash-Lite

Für Anwendungen, die besonders kurze Reaktionszeiten erfordern, führt Google Gemini 3.5 Flash-Lite ein. Das System generiert laut Messungen 350 Ausgabe-Token pro Sekunde. Mit Preisen von 0,30 US-Dollar für Eingaben und 2,50 US-Dollar für Ausgaben zielt es konkret auf die Verarbeitung großer Datenvolumen ab.

Entwickler können das Modell gezielt konfigurieren. Es reagiert bei einfachen Aufgaben extrem schnell, kann aber bei komplexeren Workflows auch höhere Analyseebenen zuschalten. Bei Tests wie dem Terminal-Bench 2.1 erreicht 3.5 Flash-Lite 54 Prozent. Die Vorgängerversion 3.1 Flash-Lite schaffte hier lediglich 31 Prozent.

Quelle: Google

Das schnelle Modell besitzt nun ebenfalls eine integrierte Funktion zur Computersteuerung, um systemübergreifende Prozesse in automatisierten Workflows zuverlässig auszuführen.

Quelle: Google

Eingeschränkter Zugang für Cyber-KI

Zusätzlich stellt das Unternehmen Gemini 3.5 Flash Cyber vor. Das spezialisierte System soll Schwachstellen in Software-Code schneller finden und beheben. Es arbeitet innerhalb der Infrastruktur CodeMender, bei der mehrere dieser KI-Agenten kooperieren, um am Ende einen gemeinsamen Sicherheitsbericht zu erstellen.

Da die Technologie potenziell auch für Cyberangriffe missbraucht werden könnte, macht Google dieses Modell nicht öffentlich zugänglich. Es steht zunächst ausschließlich Regierungen und ausgewählten Partnern in einem Pilotprogramm zur Verfügung.

Quelle: Google

Sowohl 3.6 Flash als auch 3.5 Flash-Lite sind über Google AI Studio, Android Studio und die Gemini-App ab heute nutzbar. Die breite Veröffentlichung des leistungsstärkeren Modells Gemini 3.5 Pro befindet sich derzeit noch in der Testphase und soll in Kürze folgen.

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