NEURA Robotics hat Neuron AI vorgestellt, ein KI-Modell für Roboter, das 3D-Sehen, Tastsinn, Hören, den eigenen Körperzustand und Sprache mit einem Gedächtnis verbindet. Damit können Roboter auch auf verdeckte Vorgänge reagieren und sich an Objekte erinnern, die aus ihrem Sichtfeld verschwinden.
Wenn die Kamera nicht weiterhilft
Beim Öffnen eines Schlosses liefern ein Klicken und der spürbare Widerstand Hinweise darauf, ob es entriegelt ist. Beim Greifen eines verdeckten Gegenstands hilft der Tastsinn. Neuron AI führt solche Sensordaten mit Sprachbefehlen und Informationen über Gelenkstellungen und Bewegungen zusammen und setzt sie in Roboteraktionen um.
NEURA nennt diesen Ansatz Perception-Language-Action, kurz PLA. Das Gedächtnis hält dabei fest, welche Objekte der Roboter wahrgenommen und welche Schritte er bereits ausgeführt hat.
Quelle: Neura
Das in Metzingen entwickelte und trainierte Modell läuft direkt auf dem Roboter. Für seine Entscheidungen braucht es keine Cloud-Verbindung, Produktionsdaten bleiben unter der Kontrolle des Kunden.
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Ein Modell für fünf Roboterformen
Neuron AI arbeitet auf NEURA-Robotern in fünf Bauformen mit unterschiedlichen Händen und Greifern. Für das Training kombiniert das Unternehmen echte Robotereinsätze, simulierte Aufgaben und menschliche Demonstrationen mit Sensoranzügen. Datenpartnerschaften mit Bosch und Schaeffler ergänzen diese Grundlage.
Über die Plattform Neuraverse können Kunden das Modell an eigene Aufgaben anpassen und erlernte Fähigkeiten auf ihre Roboterflotte übertragen. Als zentrale Messgröße nutzt NEURA die Zeit, die ein Roboter braucht, um eine neue Aufgabe zu lernen und zuverlässig auszuführen.
Für die NVIDIA GTC Berlin kündigt NEURA eine elfminütige autonome Vorführung mit dem humanoiden Roboter 4NE1 an. Er sortiert Wäsche, belädt eine Waschmaschine, schließt und öffnet sie wieder und räumt die Wäsche anschließend in einen Trockner. Besucher können die Abfolge vom 20. bis 22. Oktober in der STATION-Berlin, Halle 3, erleben.

