Warum die smarte Brille von Duckduckgo nichts kann
Der angebliche Technik-Hit ist eine simple Sonnenbrille als Protest. Damit kritisiert das Unternehmen heimliche Videoaufnahmen.

Die Suchmaschine Duckduckgo verkauft eine Sonnenbrille ohne jegliche Technik. Die limitierte Edition ist ein Protest gegen den aktuellen Hype um vernetzte Brillen – und war umgehend ausverkauft.
Keine KI, keine Kameras
Auf den ersten Blick erinnern die »Normal F***ing Sunglasses« an vernetzte Modelle. Auf dem Rahmen prangen kleine Symbole für WLAN, Kamera und Akku. Tatsächlich ist das Modell Paso Robles eine klassische Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern – ganz ohne Elektronik.
Duckduckgo bewirbt das Produkt mit dem Slogan: »Entwickelt, um die Sonne zu blocken, nicht, um Daten in die Cloud zu senden.« Als fiktives Kundenzitat ergänzt das Unternehmen: »Niemand am Strand hat mich gefragt, ob ich ihn aufnehme.«
Quelle: duckduckgo
Kritik an versteckten Aufnahmen
Die Aktion richtet sich gezielt gegen den Trend, Passanten mit intelligenten Brillen unbemerkt zu filmen. Auf sozialen Netzwerken kursieren unzählige Videos, die ahnungslose Personen in der Öffentlichkeit zeigen – häufig junge Frauen in Freibädern.
Die Hersteller verbauen zwar LED-Leuchten, die bei einer Aufnahme aufblinken sollen, doch diese lassen sich mit einem simplen Stück Klebeband abdecken. In Deutschland läuft wegen dieser Datenschutzprobleme bereits eine Debatte über Einschränkungen oder ein Verbot solcher Geräte.
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Konkurrenz von Meta und Apple
Bisher prägt Meta den Markt für Smart Glasses mit Modellen für rund 300 Euro. Apple hat die Einführung einer eigenen Datenbrille unterdessen auf Ende 2027 verschoben. Die rein analoge Parodie von Duckduckgo kostet dagegen lediglich 31 Euro, beziehungsweise 35 US-Dollar. Beim Kooperationspartner Knockaround ist das Modell aktuell komplett vergriffen und lässt sich nur noch nachbestellen.
