Cursor KI-Modell: Composer 2 nimmt es mit Claude Opus 4.6 auf
Das neue Modell punktet mit hoher Geschwindigkeit und niedrigem Preis. Eine spezielle Fast-Variante wird zum Standard.

Cursor stellt mit Composer 2 die dritte Generation seines hauseigenen KI-Modells für die Softwareentwicklung vor. Das System schließt leistungstechnisch zu den teuren Spitzenreitern auf und setzt neue Maßstäbe bei Geschwindigkeit sowie Kosteneffizienz.
Effizienz schlägt reine Rechenpower
Composer 2 positioniert sich direkt im oberen Bereich der aktuellen KI-Modelle für das Programmieren. In Tests wie dem Terminal-Bench 2.0 erzielt das System einen Wert von 61,7 Punkten. GPT-5.4 führt diese Liste zwar noch an, doch Composer 2 lässt Konkurrenten wie Opus 4.6 deutlich hinter sich.
Quelle: Cursor
Gleichzeitig fallen die Preise für die Nutzung auf einen Bruchteil der bisherigen Kosten. Cursor berechnet für das Modell lediglich 0,50 US-Dollar pro einer Million Input-Token. Für eine Million Output-Token verlangt der Anbieter 2,50 US-Dollar. Entwickler lagern so rechenintensive Aufgaben günstig aus.
Im direkten Vergleich zur Vorgängerversion zeigen sich sofort klare Fortschritte. Composer 1.5 erreichte im SWE-bench Multilingual noch 65,9 Punkte, während die neue Generation auf 73,7 Punkte klettert.
Quelle: Cursor
Verbessertes Reasoning für langen Kontext
Eine zentrale Neuerung betrifft die Verarbeitung von extrem langen Code-Strukturen. Die Entwickler trainieren Composer 2 mit einer Technik zur Selbstzusammenfassung. Dadurch komprimiert das KI-Modell seinen eigenen Kontext fortlaufend.
Dieser Ansatz ermöglicht die Bearbeitung von sehr komplexen Aufträgen. Das System plant und absolviert umfangreiche Aufgaben, die oft Hunderte von Einzelschritten erfordern. Es behält dabei stets den logischen Zusammenhalt der gesamten Architektur im Blick.
Zusätzlich profitiert das Modell von einem skalierten Reinforcement Learning. Das kontinuierliche Training verfeinert das grundlegende Reasoning des Systems.
Anzeige
Hohes Tempo als neuer Standard
Neben dem Basismodell integriert Cursor eine spezielle Fast-Variante in seine Arbeitsumgebung. Diese liefert die exakt gleiche Code-Qualität. Sie generiert die Zeilen jedoch mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Token pro Sekunde.
Das Unternehmen definiert diese schnelle Version direkt als neuen Standard für alle alltäglichen Programmieraufgaben.
Programmierer reduzieren die Wartezeiten bei der Code-Vervollständigung auf ein absolutes Minimum. Die Kosten für diese Variante betragen 1,50 US-Dollar für Input-Token und 7,50 US-Dollar für Output-Token.
Die nahtlose Integration in die Benutzeroberfläche bleibt ein Kernargument für das System. Composer 2 wertet ab sofort alle bestehenden Tarife auf und übernimmt die automatische Generierung von Code-Bausteinen. Anwender erhalten damit eine zuverlässige Unterstützung für den modernen Arbeitsalltag.



