Elon Musk greift in den Geldbeutel von OpenAI

Elon Musk kopiert KI-Modelle von OpenAI

Unter Eid gibt der Tech-Milliardär zu, dass xAI fremde Technologie durch Destillation abgreift.

Andreas Becker Nano Banana
Elon Musk greift in den Geldbeutel von OpenAI

Im laufenden Gerichtsprozess gegen OpenAI offenbarte Elon Musk ein äußerst brisantes Detail. Unter Eid räumte der Tech-Milliardär ein, dass sein Start-up xAI für das Training des KI-Modells Grok zumindest teilweise auf Technologie des Konkurrenten zurückgegriffen hat.

Die umstrittene Methode der Destillation

Vor einem kalifornischen Bundesgericht stufte Musk dieses Vorgehen als gängige Praxis in der Branche ein. Bei der sogenannten Destillation fragen Entwickler die Schnittstellen überlegener KI-Modelle systematisch ab. Aus diesen generierten Daten entstehen im Anschluss eigene, deutlich kostengünstigere Modelle.

Bisher hatte man bei solchen Praktiken vor allem die chinesischen KI-Firmen auf dem Schirm und beschuldigte diese des Datendiebstahls. Nun zeigt sich jedoch nachweislich, dass auch die großen amerikanischen Akteure exakt auf diese Methoden setzen, um eigene Entwicklungskosten zu sparen. Auf die Frage, ob xAI diese Technik speziell bei OpenAI genutzt habe, antwortete Musk schlicht mit »Teilweise«.

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Ein juristischer Widerspruch

Führende Anbieter wie Anthropic oder Google wehren sich bereits gegen das routinierte Abgreifen ihrer Daten, da dies häufig gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Besonders heikel wirkt Musks Aussage jedoch im direkten Kontext seiner eigenen Klage. Er wirft OpenAI vor, ursprüngliche Non-Profit-Ziele verraten zu haben, profitiert aber zeitgleich von deren teurer Forschung.

Darüber hinaus korrigierte der Tesla-Chef frühere Einschätzungen zur Leistungsfähigkeit seines eigenen Unternehmens. An die Spitze der globalen KI-Modelle setzte Musk vor Gericht Anthropic, gefolgt von OpenAI, Google und diversen Open Source Projekten aus China. Das eigene Unternehmen xAI ordnete er abschließend lediglich als überschaubaren Akteur ein.

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