Hacker enttarnen fragwürdige Methoden von KI Musikgenerator Suno
Ein Datenleck liefert den großen Plattenlabels die perfekten Beweise. Zudem wurden heimlich Tausende Kundendaten erbeutet.

Ein Hacker-Angriff auf Suno liefert Beweise für das gezielte Auslesen urheberrechtlich geschützter Musik. Geleakte Quellcodes belegen, dass der KI-Musikgenerator jahrzehntelanges Audiomaterial von Plattformen wie YouTube Music und Deezer für sein Training nutzte.
Beweise für laufende Klagen
Nach Informationen des Tech-Portals 404 Media startete ein Angreifer einen Supply-Chain-Angriff über gestohlene Mitarbeiter-Zugangsdaten. In den internen Systemen fand er konkrete Belege, wie Suno Inhalte von YouTube, Deezer, Genius, Stockmusik-Bibliotheken und Podcast-Feeds abgriff.
Suno hatte bisher nur vage eingeräumt, mit öffentlich zugänglichen Dateien aus dem Netz zu trainieren. Die Entwickler beriefen sich für ihr Vorgehen auf die US-amerikanische Fair-Use-Doktrin.
Die großen Plattenlabels verklagen Suno bereits wegen dieser Praxis. Für die Kläger wiegt schwer, dass das Umgehen von YouTubes Schutzmechanismen gegen Datenscraping laut dem US-Gesetz DMCA illegal ist und direkt gegen die Nutzungsbedingungen der Videoplattform verstößt.
Auch gegen den Konkurrenten Udio laufen identische Klagen. Google wehrt sich als YouTube-Mutterkonzern derzeit selbst gegen ähnliche Urheberrechtsvorwürfe großer Buchverlage.
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Kundendaten erbeutet und verschwiegen
Der Einbruch bringt direkte Konsequenzen für die Nutzerschaft mit sich. Der Hacker erbeutete E-Mail-Adressen, Telefonnummern und unvollständige Kreditkartendaten aus dem Zahlungssystem Stripe.
Suno hatte diesen Datendiebstahl aus dem November 2025 verschwiegen und betroffene Kunden nicht informiert. Das Unternehmen deklariert den Einbruch auf Nachfrage lediglich als »begrenzten Sicherheitsvorfall«, der schnell eingedämmt worden sei.