OpenAI mit Megaverlust 2025
Die geleakten Geschäftszahlen für 2025 zeigen hohe Verluste. Börsengang erst 2027?

OpenAI hat das Jahr 2025 mit einem Nettoverlust von 38,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Die Ausgaben stiegen auf rund 34 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz bei 13,07 Milliarden US-Dollar lag. OpenAI verschiebt offenbar den eigenen Börsengang und stoppt teure Nebenprojekte.
Buchhalterische Effekte und operatives Defizit
Der Umbau von einer gemeinnützigen zu einer profitorientierten Organisation verursachte den Großteil des Nettoverlustes. Dieser Wechsel veränderte den Zeitwert von wandelbaren Anleihen und Optionsscheinen, was einen Buchverlust von 41,55 Milliarden US-Dollar erzeugte.
Das operative Minus stieg 2025 auf 20,92 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 8,78 Milliarden US-Dollar.
Anzeige
Hohe Rechnungen von Microsoft
Forschung und Entwicklung kosteten 19,18 Milliarden US-Dollar. Davon flossen 10,59 Milliarden US-Dollar an Microsoft, primär um die Rechenleistung für das Training zu bezahlen. Der reine Betrieb von ChatGPT verschlang weitere 7,5 Milliarden US-Dollar. Davon gingen rund sechs Milliarden US-Dollar als Umsatzkosten ebenfalls an Microsoft.
Für Vertrieb und Marketing gab OpenAI 5,73 Milliarden US-Dollar aus. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei 1,57 Milliarden US-Dollar. Dem steht ein wachsender Umsatz gegenüber. Ende 2025 nahm OpenAI rund zwei Milliarden US-Dollar pro Monat ein, doppelt so viel wie im letzten Quartal 2024.
Sora wird eingestellt
CEO Sam Altman reagiert auf das Defizit mit strategischen Einschnitten. OpenAI hat kostspielige Entwicklungen wie das Videogenerierungstool Sora eingestellt. Der Fokus liegt künftig auf Geschäftskunden, für die ChatGPT entsprechend angepasst wird.
Angesichts der Geschäftszahlen und der Marktposition führt das Management von OpenAI bereits Gespräche, den für 2026 geplanten Börsengang auf das kommende Jahr 2027 zu verschieben.