Google schlägt Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol
Das neue KI-Modell »Gemini Robotics ER 2« steuert Roboter in Echtzeit und arbeitet ganz ohne die bisher typischen Denkpausen.

Mit »Gemini Robotics ER 2« hat Google ein neues KI-Modell für die Robotik veröffentlicht. Es fungiert als eine Art übergeordnetes Gehirn, verarbeitet Videostreams in Echtzeit und übertrifft in Benchmarks die Konkurrenten Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol.
Twitter Beitrag - Cookies links unten aktivieren.
One brain. For any robot. 🤖
— Google DeepMind (@GoogleDeepMind) July 30, 2026
We’re launching Gemini Robotics 2: our next-generation physical AI bringing full body intelligence to humanoids, advanced dexterity, multi-robot teamwork and more. pic.twitter.com/1rFw3NUytb
Denken ohne Pausen
Gemini Robotics ER 2 übernimmt die Planung mehrstufiger Aufgaben und reicht die eigentliche Bewegungsausführung an untergeordnete Aktionsmodelle weiter. Zudem kann es bei Bedarf selbstständig auf externe Funktionen wie die Google-Suche zugreifen und plant die nächsten Schritte bereits, während der Roboter noch seine aktuelle Aktion ausführt.
Dadurch entfallen die in der Robotik bisher typischen Denkpausen. Dafür ist das Modell direkt in die Gemini Live API integriert, was Befehle ohne Latenz an den Roboter überträgt und für flüssige Bewegungsabläufe sorgt.
Anzeige
Präzise Fehlererkennung im Videostream
Eine große Hürde beim Einsatz von Maschinen ist die Kontrolle, ob ein Arbeitsschritt wirklich korrekt abgeschlossen wurde. Dafür wertet das Modell kontinuierlich eingehende Videostreams aus, ordnet den Fortschritt einer Aufgabe ein und bemerkt Fehler wie verschüttete Flüssigkeiten sofort.
Erkennt das System ein Problem, passt es die nächsten Schritte an, ohne den kompletten Vorgang neu starten zu müssen. Bei dieser Fortschrittskontrolle erreicht Gemini Robotics ER 2 eine Genauigkeit von 57,4 Prozent.
Quelle: Google
Auch bei der Bestimmung exakter Schlüsselmomente in einem Video erzielt das Modell mit 91,3 Prozent hohe Werte. Die Reaktionszeit liegt unter einer Sekunde.
Quelle: Google
Roboter arbeiten im Team
Für viele komplexe Alltagsaufgaben reicht ein einzelner Roboter nicht aus. Gemini Robotics ER 2 ermöglicht daher erstmals eine direkte Zusammenarbeit verschiedener Maschinentypen.
So können etwa ein rollendes Modell und ein humanoider Roboter über ein gemeinsames semantisches Verständnis miteinander kommunizieren, um komplexe Aufgaben nahtlos zu übergeben und gemeinsam abzuschließen.
Mehr Sicherheit für Menschen
Nähert sich eine Person dem Arbeitsbereich, bemerkt Gemini Robotics ER 2 das und stoppt die Bewegung der Maschine automatisch. Erst wenn die Umgebung wieder frei ist, nimmt der Roboter seine Arbeit selbstständig wieder auf.
Quelle: Google
In Benchmarks zur räumlichen Wahrnehmung und der Einhaltung physischer Grenzen schneidet das Modell besser ab als sein Vorgänger und vergleichbare Systeme. Entwickler können Gemini Robotics ER 2 ab heute über die Gemini API und Google AI Studio testen.




