Nach der Milliarden-Übernahme der Programmier-Plattform Cursor durch SpaceX kündigt OpenAI den Vertrag. Ab dem 12. November haben Nutzer keinen direkten Zugriff mehr auf Modelle wie GPT-5.6 Sol.
Misstrauen gegenüber SpaceX
OpenAI geht davon aus, dass SpaceX die eigenen Nutzungsbedingungen ignorieren wird, und verweist auf vergangene Vorfälle. Nach Musks Kauf von Twitter brachen die neuen Betreiber bestehende Verträge mit OpenAI.
Anfang des Jahres gab Musk unter Eid zu, dass auch sein KI-Unternehmen xAI gegen OpenAI-Richtlinien verstoßen hatte. Beide Firmen gehören inzwischen zu SpaceX. Vor der Veröffentlichung des neuen Modells »Astra« kündigt OpenAI nun den Vertrag und nutzt die Cursor-Übernahme als rechtliches Zeitfenster für die Kündigung.
Anzeige
Entwickler müssen umstellen
Cursor ist eine der meistgenutzten Entwicklungsumgebungen für KI-gestütztes Programmieren. SpaceX hatte das Start-up erst im Juni für 60 Milliarden US-Dollar gekauft. Cursor-Mitgründer Michael Truell zeigte sich auf X überrascht: Sein Team habe OpenAI stets als neutrale Infrastruktur vertraut und spreche nun mit den Verantwortlichen.
Twitter Beitrag - Cookies links unten aktivieren.
Cursor has been a trusted partner of Anthropic since Sonnet 3.5. We’ll continue to increase compute to support Claude models in Cursor and are excited for what comes next with them at SpaceX.
— Tom Brown (@NotTomBrown) August 29, 2026
Ganz verschwinden die Modelle aus der Plattform aber nicht. Nutzer können weiterhin ihre eigenen OpenAI-API-Schlüssel hinterlegen und die Kosten selbst abrechnen. Zudem bietet Cursor ohnehin alternative Modelle von Anbietern wie Anthropic oder Google an.
Anthropic füllt die Lücke
Elon Musk reagierte auf X gewohnt drastisch auf die Vertragskündigung: Altman sei ein Betrüger, der Schritt interessiere ihn nicht.
Twitter Beitrag - Cookies links unten aktivieren.
I couldn’t care less. Scam Altman and Greg Stockman are utterly untrustworthy assholes who stole an open source nonprofit.
— Elon Musk (@elonmusk) August 29, 2026
Lachender Dritter ist vorerst Anthropic. Der OpenAI-Konkurrent stockt seine Rechenkapazitäten für Cursor auf und kooperiert mit Musks Firmen bereits bei der Infrastruktur.
Solche Blockaden sind ohnehin keine Einbahnstraße: Als kürzlich eine Übernahme der Plattform Windsurf durch OpenAI im Raum stand, strich Anthropic ihr aus denselben Motiven den Zugriff auf die eigenen Claude-Modelle.
