Ein Smartphone mit ChatGPT Schieberegler

OpenAI hebt Chat Limits für kostenlose Nutzer auf

Das große Update für ChatGPT bringt GPT-5.6 Luna für alle und einen Schieberegler für Bezahlkunden.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Smartphone mit ChatGPT Schieberegler

OpenAI verpasst seinem Modell GPT-5.6 Sol ein umfassendes Update. Zahlende Nutzer steuern die Rechentiefe künftig über einen Schieberegler. Gratis-Nutzer erhalten Zugriff auf GPT-5.6 Luna und können unbegrenzt texten.

Schieberegler statt Modellwechsel

GPT-5.6 Sol steht Plus- und Pro-Nutzern bereits zur Verfügung. Das aktuelle Update trimmt das Modell nun stärker auf den alltäglichen Einsatz. Es liefert direktere Antworten und lässt unnötige Details weg, wenn nur eine kurze Auskunft gefragt ist.

Gleichzeitig führt OpenAI in der Benutzeroberfläche einen neuen Schieberegler ein. Anwender entscheiden damit stufenlos, wie viel Rechenleistung in eine Antwort fließt. Der bisherige harte Wechsel zwischen einem schnellen und einem tiefgründigen Modell entfällt. GPT-5.6 Sol behält dadurch über verschiedene Aufgabentypen hinweg einen konstanten Sprachstil bei.

Quelle: OpenAI

Weniger Fehler bei Fakten

Das überarbeitete Modell soll Quellen präziser auswerten und weniger halluzinieren. Laut internen Tests von OpenAI macht GPT-5.6 Sol bei juristischen, medizinischen und finanziellen Fragen rund 68 Prozent weniger Fehler als das ältere GPT-5.5 Instant. Bei dem kleineren GPT-5.6 Luna sinkt die Fehlerquote im gleichen Vergleich um 62 Prozent.

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Upgrade für die kostenlose Version

Nutzer ohne Abo bekommen ebenfalls Neuerungen. Noch in dieser Woche wird GPT-5.6 Luna zum Standardmodell für alle Gratis-Accounts. Ab kommender Woche streicht OpenAI das Limit für reine Textchats in dieser Stufe komplett.

Für komplexere Anfragen erhalten Free-Nutzer einen neuen »Think«-Button, der der KI mehr Bedenkzeit für die Antwort einräumt. Die bisherigen Einschränkungen für Datei-Uploads oder Bildanalysen bleiben für kostenlose Konten bestehen.

Verschärfter Jugendschutz

Zusätzlich greifen neue Sicherheitsvorgaben für Nutzer unter 18 Jahren. Das Modell weigert sich bei dieser Altersgruppe künftig, romantische Rollenspiele zu führen oder als Ersatz für reale Beziehungen aufzutreten. Striktere Filter blockieren zudem Themen wie Essstörungen oder Gewalt.

Die Varianten von GPT-5.6 Sol für die Programmierumgebung Codex und die ChatGPT Work bleiben von diesem Update unberührt.

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