OpenAI Codex wächst stark bei Nicht-Programmierern
Fachkräfte abseits der Softwareentwicklung treiben das aktuelle Wachstum an. Die Grenze zur reinen Programmierung verschwimmt dabei zunehmend.

OpenAI verzeichnet mit seinem KI-Modell Codex inzwischen fünf Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Dabei treiben nicht mehr Softwareentwickler das Wachstum an, sondern klassische Büroangestellte. Diese sogenannten Wissensarbeiter adoptieren die Technologie derzeit dreimal schneller als Programmierer.
Datenanalyse und Recherche dominieren
Laut den aktuellen Nutzungszahlen machen Fachkräfte aus Bereichen wie Finanzwesen, Marketing oder Design mittlerweile 20 Prozent der Codex-Anwender aus. Sie nutzen das System vor allem für die Erstellung von Textdokumenten, Tabellenkalkulationen und Präsentationen. Knapp drei Viertel dieser Zielgruppe generieren regelmäßig derartige digitale Inhalte.
Quelle: OpenAI
Das schnellste Wachstum verzeichnet OpenAI bei der Datenanalyse. Hier stieg die Nutzung zuletzt um 110 Prozent im wöchentlichen Vergleich. Auch Aufgaben rund um die Recherche wachsen mit 37 Prozent stark. Anwender durchsuchen damit interne Dokumente oder werten externe Marktdaten aus.
Gleichzeitig ändert sich die generelle Arbeitsweise der Nutzer. Mittlerweile lassen rund 50 Prozent der Anwender mehrere Codex-Aufgaben parallel laufen. Sie prüfen beispielsweise einen Datensatz, während die KI zeitgleich einen eigenständigen Bericht formuliert.
Quelle: OpenAI
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Verschmelzung der Berufsbilder
Die klassische Grenze zwischen reiner Softwareentwicklung und normaler Büroarbeit verschwimmt durch den KI-Einsatz zunehmend. Fast die Hälfte der erfassten Büroangestellten nutzt Codex mittlerweile für einfache Programmieraufgaben und technische Abläufe. Ein Produktmanager erstellt so eigene Auswertungs-Dashboards, anstatt diese bei der IT-Abteilung in Auftrag zu geben.
Ebenso schreiben Forscher ihre Skripte zur Datenbereinigung oftmals selbst. Das reduziert lange Wartezeiten und entlastet die technischen Abteilungen im Unternehmen. Die Angestellten bauen sich auf diese Weise passgenaue Lösungen für ihren spezifischen Arbeitsalltag.
Das KI-Modell fungiert dabei als technischer Koordinator zwischen verschiedenen Datenquellen. Es durchsucht verstreute Systeme nach den passenden Informationen und bereitet diese für den jeweiligen Prozess auf. Dadurch verbringen die Mitarbeiter weniger Zeit mit der Suche nach dem richtigen Kontext oder dem Abgleich unterschiedlicher Dateiversionen. Dies verringert den administrativen Aufwand und beschleunigt alltägliche Arbeitsschritte deutlich.

