Maschinen von Adlatus

NEURA übernimmt ADLATUS und rüstet Reinigungsroboter mit KI auf

Andreas Becker Adlatus
Maschinen von Adlatus

NEURA Mobile Robots übernimmt 100 Prozent der Anteile an der ADLATUS Robotics GmbH aus Ulm. Damit erweitert der Konzern seine bestehende Plattform für physische KI um den Bereich der autonomen Reinigungs- und Kehrsaugroboter.

Vom Navigator zum verstehenden System

ADLATUS hat bereits hunderte Reinigungssysteme in der Industrie, der Logistik und dem Gesundheitswesen im Einsatz. Das Unternehmen bringt neben der reinen Hardware auch eine eigene Navigationssoftware sowie Branchenwissen in die NEURA-Gruppe ein.

NEURA will diese Basis nun ausbauen und die Maschinen schrittweise an das eigene »Neuraverse« anbinden. Durch zusätzliche Sensorik und KI-Modelle sollen die Roboter ihre Umgebung künftig interpretieren können. Statt feste Routen abzufahren, erkennen sie dann unterschiedliche Oberflächen sowie Verschmutzungsgrade und wählen eigenständig die passende Reinigungsstrategie.

»Wir wollen Maschinen wie diesen ein neues Gehirn geben«, sagt David Reger, CEO von NEURA Robotics. Die Reinigung sei ein riesiger Arbeitsmarkt und ein gutes Beispiel für den Einsatz von physischer KI.

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Offene Infrastruktur

Die Technik bleibt dabei nicht auf ADLATUS-Modelle beschränkt. NEURA plant, das Neuraverse als offene Plattform für weitere Hersteller und Formfaktoren bereitzustellen.

Gleichzeitig baut das Unternehmen das eigene Hardware-Angebot aus. Andreas Lindemann, Geschäftsführer der NEURA Mobile Robots, kündigt an, die Reinigungslösungen perspektivisch in den internen Fleet Manager zu integrieren. Damit wächst das hauseigene Portfolio an autonomen mobilen Robotern über den reinen Materialtransport hinaus.

Europäisches Know-how nutzen

Hinter dem Zukauf steht das Ziel, eine europäische Industrie für physische KI aufzubauen. Da solche Modelle reale Umgebungsdaten benötigen, um physische Aufgaben zu erlernen, nutzt NEURA die installierte Hardware-Basis von ADLATUS als direkte Datenquelle für weitere Trainingseinheiten.

»Europa besitzt unglaublich viel industrielles Wissen«, sagt Reger. Man müsse nicht alles neu erfinden, sondern das Beste, was bereits existiert, mit künstlicher Intelligenz verbinden und viel schneller skalieren. Erste Schritte in diese Richtung gingen beide Firmen bereits: Seit September 2025 bestand eine strategische Partnerschaft, die nun in der vollständigen Übernahme mündet.

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