Musk prognostiziert günstigere KI-Rechenzentren im Weltraum in drei Jahren
Die fehlende Atmosphäre macht Kühlung schwer, doch billige Raketenstarts ermöglichen tonnenschwere Lösungen gegen die Überhitzung.

Elon Musk legt sich fest: In 30 bis 36 Monaten kippt die Kostenrechnung für KI-Infrastruktur zugunsten des Weltraums. Der Grund sind nicht sinkende Chip-Preise, sondern die physikalischen Grenzen der irdischen Stromnetze.
Stromnetz als Flaschenhals
Die Skalierung von künstlicher Intelligenz scheitert aktuell an der verfügbaren Energie am Boden. Während irdische Netze durch Gigawatt-Cluster überlasten, liefert die Sonne im Orbit konstant Energie ohne Nachtzyklen oder Wetterausfälle. Die Ausbeute ist dort oben fünfmal höher als auf der Erdoberfläche.
Dieser aggressive Zeitplan von drei Jahren basiert auf der Transportkapazität des Starship-Systems. Sobald die Raketen im Takt fliegen wie Flugzeuge, fallen die Transportkosten für Hardware fast auf null. Ab diesem Punkt lohnt sich der Aufbau einer orbitalen Server-Flotte finanziell mehr als der Kampf mit lokalen Behörden um neue Kraftwerke.
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Das Thermoskannen-Problem
Physiker kritisierten den Plan bisher wegen der fehlenden Atmosphäre. Im Vakuum isoliert sich Hitze wie in einer perfekten Thermoskanne, da keine Luft zur Kühlung vorhanden ist. Chips würden ohne aufwendige Wärmeabfuhr binnen Minuten überhitzen und ausfallen. Die einzige Möglichkeit zur Kühlung ist die Abstrahlung von Infrarotlicht über riesige Flächen.
Masse schlägt Physik
Musk löst dieses thermische Problem nicht durch neue Technologie, sondern durch schiere Masse. Da das Gewicht vom Starship beim Start kaum noch eine Rolle spielt, erhalten die Satelliten riesige, tonnenschwere Radiatoren zur Wärmeabstrahlung.
Die Logik ist simpel: Der billige Transport ermöglicht massive, eigentlich ineffiziente Kühlsysteme, die früher unbezahlbar gewesen wären. Die gewonnene Solarenergie kompensiert den Aufwand für die schweren Radiatoren.
So jedenfalls der Plan von Elon Musk...