Microsoft AI Headquarter

Microsoft gründet eigene »KI-Firma«

Der Konzern gründet die Microsoft Frontier company. Satte 2,5 Milliarden Dollar fließen in den Aufbau der neuen Unternehmenseinheit.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Microsoft AI Headquarter

Microsoft hat am Donnerstag das neue Tochterunternehmen »Microsoft Frontier company« gegründet. Es soll Unternehmenskunden dabei helfen, die bestehenden KI-Dienste des Konzerns in ihre eigenen Betriebsabläufe zu integrieren. Dafür stellt Microsoft 2,5 Milliarden US-Dollar und 6.000 Fachkräfte aus der Industrie und Softwareentwicklung bereit.

Eigene Ingenieure vor Ort

Die neuen Mitarbeiter nutzen für ihre Arbeit ausschließlich das bereits verfügbare KI-Portfolio von Microsoft. Zu den ersten Geschäftskunden der »Microsoft Frontier company« gehören laut Konzernangaben die London Stock Exchange Group, Unilever, Land O’Lakes und Accenture.

Judson Althoff, Leiter des kommerziellen Geschäfts von Microsoft, grenzt das Projekt rhetorisch von der Konkurrenz ab. Er verweigert für seine Teams die Bezeichnung »Forward Deployed Engineer«, die in der Tech-Branche für solche Vor-Ort-Einsätze eigentlich üblich ist. Stattdessen verspricht er in einer Stellungnahme den Aufbau der fähigsten und ergebnisorientiertesten Ingenieursorganisation der gesamten Industrie.

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Druck durch Amazon und OpenAI

Das Grundprinzip der Neugründung unterscheidet sich jedoch kaum von anderen aktuellen Branchenvorstößen. Amazon Web Services kündigte erst am Dienstag ein KI-Implementierungsprojekt mit einem Budget von einer Milliarde US-Dollar an und übernahm das Modell der Forward-Deployed-Ingenieure dabei ganz offen.

OpenAI und Anthropic betreiben ebenfalls ähnliche Joint Ventures. Sie finanzieren diese Geschäftsbereiche aber zum Teil mit externem Geld von Private-Equity-Firmen. Microsoft stützt sich vollständig auf eigene finanzielle Mittel und seine historisch gewachsene Kundenbasis. Der Konzern profitiert bei der Markterschließung davon, dass er ohnehin eigenes technisches Personal bei einem Großteil der Fortune-500-Unternehmen im Einsatz hat.

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