Mercedes-Benz und Nvidia erweitern ihre Partnerschaft für die nächste Generation von Fahrassistenzsystemen und automatisierten Fahrzeugen. Dafür verbinden sie das Mercedes-Betriebssystem MB.OS mit Nvidias Rechnern, Sensorarchitektur, KI-Fahrsoftware und Sicherheitstechnik. Zu den Entwicklungszielen gehören auch fahrerlose Limousinen nach SAE-Level 4.
Drei Nvidia-Technologien für die nächste Fahrzeuggeneration
Nvidia Hyperion bildet die technische Grundlage und legt fest, wie die Rechentechnik und Sensoren im Fahrzeug zusammenarbeiten. Mercedes bringt seine Fahrzeugentwicklung, Sicherheitskonzepte und MB.OS ein. Über das Betriebssystem lassen sich neue Fahrfunktionen und Software-Updates per Funk ins Auto bringen.
Die Fahrsoftware liefert der Nvidia Alpamayo Stack. Seine KI nutzt Reasoning, um komplexe Verkehrssituationen zu verarbeiten. Zu den vorgesehenen Anwendungen zählen die Fahrassistenz von Start zu Ziel im Stadtverkehr, aktive Sicherheitsfunktionen und automatisiertes Parken.
Hinzu kommt Nvidia Halos. Das Sicherheitskonzept ergänzt die Mercedes-Technik unter anderem um parallel arbeitende Sicherheitssoftware. Sie schafft zusätzliche Absicherung und begrenzt das Verhalten der Fahrsoftware.
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Von der Stadtassistenz zur fahrerlosen Limousine
Mercedes-Technikvorstand Jörg Burzer bezeichnet Nvidia als wichtigsten strategischen Partner beim automatisierten Fahren. Beide Unternehmen haben bereits gemeinsam ein Mercedes-Assistenzsystem für Fahrten von Start zu Ziel im Stadtverkehr entwickelt.
Die erweiterte Zusammenarbeit umfasst nun auch die Entwicklung künftiger Anwendungen nach SAE-Level 4, darunter sogenannte Robolimousinen. Auf dieser Stufe übernimmt das Fahrzeug innerhalb festgelegter Einsatzbedingungen die gesamte Fahraufgabe, ohne dass ein Fahrer eingreifen muss.
Mercedes nutzt Nvidia-Technik außerdem bei Simulationen in der Fahrzeugentwicklung und im digitalen Produktionssystem MO360. Dort reicht die Zusammenarbeit von der virtuellen Planung bis zu KI-Anwendungen im weltweiten Produktionsnetz. Die Partner wollen damit die Fertigung effizienter und flexibler machen und die Qualität verbessern.
