Ein Auto mit KI Chip

Neuer Chip braucht bei KI-Erkennung 98% weniger Energie

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Auto mit KI Chip

Der Toyota-Zulieferer Aisin und die Universität Tohoku haben einen KI-Chip mit integriertem Magnetspeicher entwickelt. Der Prototyp benötigt bei der Objekterkennung 98% weniger Energie als das getestete Vergleichssystem und startet erheblich schneller.

MRAM spart lange Datenwege

Der Chip enthält 32MB STT-MRAM. Dieser Speicher behält Daten auch ohne Strom und liegt direkt neben den Recheneinheiten. Darin stecken sowohl die Startdaten des Betriebssystems als auch die Gewichte des KI-Modells. Externe SSDs und DRAM sind für den getesteten Ablauf deshalb nicht nötig.

Aisin und die Universität fertigten den System-on-Chip im 16-Nanometer-Verfahren. Neben dem Magnetspeicher gehören eine Arm-Cortex-A53-CPU mit zwei Kernen, eine Mali-G31-GPU und ein eigener KI-Beschleuniger zur Ausstattung.

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Erste Objekterkennung nach 124 Millisekunden

Im Test erkannte der Chip Objekte mit dem kompakten Modell Tiny YOLOv3. Eine Auswertung benötigte 50,7 Millijoule pro Bild. Das entspricht laut den Entwicklern einem Fünfzigstel der Energie des Vergleichssystems.

Auch beim Tempo fällt der Unterschied groß aus. Das Betriebssystem startet in 65,7 Millisekunden statt in 2.535,3 Millisekunden. Die eigentliche KI-Verarbeitung dauert 58,5 statt 594,6 Millisekunden. Vom Einschalten bis zum ersten Ergebnis vergehen damit 124,2 Millisekunden, rund ein Fünfundzwanzigstel der bisherigen Zeit.

Die Entwickler stellen den Prototyp auf der Halbleiterkonferenz IEEE A-SSCC 2026 vor. Aisin will die Technik für Autos, Roboter, Industrieanlagen und Sensorgeräte weiterentwickeln. Einen Termin für den Einsatz in Serienfahrzeugen nennt das Unternehmen noch nicht.

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