Google finanziert in den nächsten zwei Jahren finnische Rechenzentren und Energieprojekte mit 13 Milliarden Euro. Die bisher größte europäische Einzelinvestition des Konzerns soll den wachsenden Bedarf für rechenintensive Dienste wie Gemini abdecken.
Wirtschaftliche Folgen für Finnland
Das Vorhaben umfasst den Bau neuer Anlagen in den Jahren 2027 und 2028. In dieser Phase stützt das Projekt landesweit mehr als 37.000 Arbeitsplätze und trägt voraussichtlich 3,6 Milliarden Euro jährlich zum finnischen Bruttoinlandsprodukt bei. Wenn die Gebäude den Regelbetrieb aufnehmen, entstehen dort tausende dauerhafte Stellen für technisches Fachpersonal, Sicherheit und Verwaltung.
Neben dem Bau neuer Serverfarmen fließen 31 Millionen Euro direkt in die Standortkommunen Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala. Das Budget ist für die regionale Wirtschaft und Bildung vorgesehen. Lokale Hochschulen bieten damit Weiterbildungen für über 4400 Fachkräfte an. 100 Studierende bereiten sich in speziellen Schulungen auf künftige Karrieren in der Rechenzentrums-Verwaltung vor.
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Atomkraft und Windenergie für den Serverbetrieb
Um den enormen Strombedarf der Rechenzentren zu decken und das finnische Stromnetz nicht zu überlasten, sichert Google den Betrieb des Kernkraftwerks Loviisa vertraglich für weitere 22 Jahre. Parallel finanziert der Konzern den Bau neuer Onshore-Windkraftanlagen. Ein neu geplantes Batteriesystem mit 94 Megawatt Kapazität soll die Strompreise in kalten und windstillen Phasen stabilisieren.
Das Unternehmen betreibt bereits seit 15 Jahren ein Rechenzentrum in einer ehemaligen Papierfabrik in Hamina. Dort erprobte es Systeme zur Kühlung mit Meerwasser und leitet die Abwärme in lokale Haushalte um. Die aktuellen Bauprojekte setzen diese Strategie fort. Der Konzern finanziert auch die Renaturierung heimischer Wälder und Feuchtgebiete rund um die neuen Standorte.
Die betroffenen Gemeinden profitieren als Ausgleich von neu gebauten öffentlichen Saunen und Erholungswegen.
