Das Navier-Stokes-Problem

Neues OpenAI Modell löst unlösbares Mathe Rätsel

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Das Navier-Stokes-Problem

OpenAI hat eines der komplexesten ungelösten Rätsel der Mathematik geknackt. Ein bisher unveröffentlichtes KI-Modell und zehntausend vernetzte Agenten haben das »Navier-Stokes-Problem« gelöst. Der mathematische Beweis gelang in weniger als vier Tagen.

Singularität in der Strömung

Die Navier-Stokes-Gleichungen nutzen Newtons zweites Bewegungsgesetz und beschreiben die Bewegung von Flüssigkeiten als kontinuierliches Medium. Sie werden alltäglich für Wettervorhersagen oder das Design von Flugzeugen genutzt. Seit rund 90 Jahren war ungeklärt, ob diese Gleichungen unter bestimmten Bedingungen zusammenbrechen können.

Das interne OpenAI-Modell hat nun analytisch bewiesen, dass eine dreidimensionale Strömung in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln kann, bei der die Geschwindigkeit der Flüssigkeit unbegrenzt anwächst.

Die gefundene mathematische Lösung beschreibt einen Wirbel, der sich wie Spaghetti nach innen dreht und dabei immer weiter in die Länge gezogen wird. Seine Energie bleibt physikalisch korrekt begrenzt, während die Strömungsgeschwindigkeit explodiert.

Das beweist die Aussagen »C« und »D« des vom Clay Mathematics Institute im Jahr 2000 ausgeschriebenen Millennium-Problems. Besonders ist dabei der Lösungsansatz des Modells. Der Zusammenbruch entsteht allein durch die Strömung der Flüssigkeit. Faktoren wie Beschleunigung und Viskosität heben sich dabei in einer ausbalancierten Struktur gegenseitig auf.

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Gerüchte beschleunigen den Einsatz

Begonnen hatte das Projekt am 1. September. Auslöser war ein Gerücht über einen möglichen Durchbruch bei Forschern von Anthropic und der New York University. Daraufhin bündelte OpenAI die Ressourcen seines neuen Modells und startete tausende KI-Agenten, um das Rätsel zuerst zu knacken.

Rund 10.000 dieser Agenten arbeiteten parallel an der Navier-Stokes-Lösung. Sie kommunizierten in Untergruppen, suchten nach Zwischenergebnissen und schrieben eigenen Code. Nach 88 Stunden und dem Austausch von 2,7 Millionen Nachrichten lieferten sie den fertigen Beweis, dessen formale Verifizierung anschließend GPT-6 Astra und die Programmiersprache Lean in weiteren 17 Stunden übernahmen.

Deutlicher Vorsprung zu GPT-6 Astra

Während der Berechnungen löste eine kleinere Gruppe von knapp 100 Agenten nach rund 50 Stunden gewissermaßen nebenbei das sogenannte Euler-Regularitätsproblem.

Das Team konzentrierte daraufhin alle Ressourcen auf die Navier-Stokes-Gleichungen. Es verteilte die Agenten auf verschiedene Lösungswege und nutzte das Modell Codex, um die besten Erkenntnisse am Ende zusammenzuführen.

Das neue Modell übertrifft die Fähigkeiten von GPT-6 Astra dabei merklich. Es rechnet nicht nur Formeln durch, sondern steuert große Agenten-Netzwerke über mehrere Tage hinweg.

Quelle: OpenAI

Die Anthropic-Forscher und die New York University veröffentlichten wenige Tage später tatsächlich ihren eigenen Beweis für die erzwungene Variante des Euler-Problems. OpenAI hatte die Konkurrenz noch vor der Veröffentlichung kontaktiert, um die Erfolge gemeinsam zu verkünden.

OpenAI verzichtet auf das ausgelobte Preisgeld für die Lösung des Millennium-Problems. Das Unternehmen will mit der Veröffentlichung stattdessen demonstrieren, wie schnell sich die Denkfähigkeiten kommender Modelle aktuell entwickeln.

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