DeepSeek hat das KI-Modell V4.1-Flash veröffentlicht. Es nutzt eine asymmetrische Architektur, ist günstiger im Betrieb und übertrifft das bisherige Flaggschiff V4-Pro in Benchmarks.
Asymmetrische Architektur
V4.1-Flash basiert auf einem Mixture-of-Experts-Ansatz mit insgesamt 552 Milliarden Parametern. Das Modell verarbeitet Daten asymmetrisch. Für Eingaben aktiviert es 8 Milliarden Parameter, für die Texterstellung nutzt es 16 Milliarden. Diese Aufteilung reduziert den Rechenaufwand.
Zusätzlich hat DeepSeek den KV-Cache verkleinert. Er belegt im Vergleich zur Vorgängergeneration nur noch ein Viertel des Arbeitsspeichers und ein Achtel des lokalen SSD-Speicherplatzes. Das senkt die Kosten für Entwickler, die bei komplexen Agenten-Anwendungen stark von Cache-Zugriffen abhängig sind.
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Halbierte Preise in Nebenzeiten
Die technische Effizienz drückt die API-Preise. DeepSeek behält das Preismodell mit Spitzen- und Nebenzeiten bei. Außerhalb der Stoßzeiten sinken die Raten um 50 Prozent. Eine Million Input-Token kosten bei einem Cache-Hit in der Nebenzeit 0,003 US-Dollar, die Ausgabe schlägt mit 0,60 US-Dollar zu Buche. In den Spitzenzeiten, die werktags auf wenige Stunden begrenzt sind, verdoppeln sich die Preise.
Quelle: DeepSeek
In Benchmarks schneidet V4.1-Flash besser ab als V4-Pro. Beim Programmier-Test CyberGym erreicht das neue Modell 88,1 Punkte und liegt damit auch vor aktuellen Konkurrenten wie GPT 5.6-Sol und Claude Opus 5. Beim GPQA-Diamond-Benchmark ordnet es sich mit 90,9 Punkten knapp hinter den Modellen von OpenAI und Anthropic ein.
Quelle: DeepSeek
V4-Pro wird umgeleitet
Aufgrund der besseren Ergebnisse bei gleichzeitig geringeren Kosten und höherer Geschwindigkeit stellt DeepSeek das Modell V4-Pro ein.
V4.1-Flash verarbeitet Text sowie Bilddaten und ist bereits über die API abrufbar. Ab dem 14. September leitet das Unternehmen alle Anfragen des alten V4-Pro-Modells automatisch um. Entwickler profitieren dann für diese Anfragen von den günstigeren Konditionen der neuen Version.


