Claude Opus 4.6 jetzt mit extrem schnellem Fast Mode
Anthropic erhöht die Geschwindigkeit um Faktor 2,5, verlangt dafür aber deutlich höhere Token-Preise von professionellen Entwicklern.

Anthropic führt für sein aktuelles Spitzenmodell Claude Opus 4.6 einen neuen „Fast Mode“ ein, der die Antwortzeiten drastisch reduziert. Entwickler erhalten Zugriff auf eine bis zu 2,5-mal schnellere Generierung, müssen dafür jedoch deutlich höhere Token-Kosten in Kauf nehmen.
Geschwindigkeits-Boost als Premium-Feature
Anthropic reagiert mit dem Update auf die Kritik an der hohen Latenz des leistungsstarken Opus-Modells. Die neue Option richtet sich spezifisch an Nutzer und Unternehmen, die maximale Modell-Intelligenz ohne die bisherigen Wartezeiten benötigen.
Erste Tests bestätigen eine Beschleunigung um den Faktor 2,5, was die Interaktion mit dem Modell spürbar flüssiger gestaltet. Dieser Performance-Gewinn wird technisch durch priorisierte Rechenkapazitäten und optimiertes Routing im Backend realisiert.
Der Preis für die beschleunigte Bearbeitung fällt allerdings hoch aus. Anthropic positioniert den Fast Mode explizit nicht als effiziente Spar-Option, sondern als kostenintensives Premium-Tier für zeitkritische High-End-Anwendungen.
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Integration in GitHub Copilot und API
Der Zugriff erfolgt ab sofort über eine „Research Preview“ in der API sowie direkt in der Entwicklungsumgebung Claude Code. Entwickler können den Modus gezielt für einzelne API-Calls aktivieren, bei denen Latenz eine kritische Rolle spielt.
Auch GitHub Copilot profitiert bereits direkt zum Start von der Neuerung. Die Integration in die Microsoft-Tochter ermöglicht Nutzern schnellere Vorschläge bei komplexen Architektur-Fragen oder Refactoring-Aufgaben, die bisher viel Geduld erforderten.
Infrastruktur für Agenten-Teams
Der Schritt zur höheren Geschwindigkeit steht im direkten Kontext zu den kürzlich vorgestellten „Agent Teams“ von Anthropic. Wenn mehrere KI-Instanzen autonom miteinander kommunizieren und Aufgaben delegieren, summieren sich Wartezeiten schnell zu einem massiven Flaschenhals.
Opus 4.6 im Fast Mode dient hier als reaktionsschneller Orchestrator für diese Multi-Agenten-Systeme. Die reduzierte Latenz sorgt dafür, dass komplexe Workflows, bei denen ein Agent auf das Ergebnis eines anderen wartet, nun in produktiv nutzbaren Zeitfenstern ablaufen.