Apple Intelligence startet mit Alibaba Modellen
Nach langen Verzögerungen erhält Apple die Zulassung. Die iPhones nutzen künftig lokales KI Wissen.

Chinas Cyberspace-Behörde hat Apple Intelligence offiziell für den chinesischen Markt zugelassen. Apple integriert dafür das KI-Modell Qwen von Alibaba in iOS, macOS und weitere Betriebssysteme. Damit beendet das Unternehmen eine monatelange Verzögerung seiner 2024 vorgestellten Funktionen im asiatischen Raum.
Strenge Zulassungsregeln
Chinas Vorschriften verlangen eine behördliche Registrierung aller generativen KI-Dienste vor der öffentlichen Bereitstellung. Apple greift für Apple Intelligence auf etablierte lokale Anbieter zurück, da eigene Anpassungen zuvor Probleme bereiteten. Alibaba bestätigte, Qwen werde künftig für Aufgaben wie »Text- und Bildverständnis sowie -generierung« zuständig sein.
Ein Baidu-Sprecher ergänzte, dass Apple auch mit Baidu arbeitet, um spezifische Funktionen für chinesische iPhone-Nutzer zu entwickeln. Zuvor hatte Apple laut Berichten ebenfalls Integrationen mit DeepSeek und ByteDance ausgelotet. Die Regierung registrierte am Mittwoch parallel zu Apple Intelligence auch das Smartphone-Modell Nubia-Doubao von ZTE, das auf ByteDance-Technologie basiert.
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Wachstum durch neue Funktionen
Apple benötigt die lokalen KI-Integrationen, um den jüngsten Aufschwung im Land zu stützen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz in der Region Greater China um 28 Prozent auf 20,5 Milliarden US-Dollar.
Rabattaktionen während eines Shopping-Festivals verhalfen Apple wieder auf den zweiten Platz im chinesischen Smartphone-Markt. Die Auslieferungen wuchsen im Jahresvergleich um 24,4 Prozent.
Alibabas US-Aktien reagierten auf die Freigabe im vorbörslichen Handel mit einem Kursplus von mehr als sechs Prozent. Ein konkretes Startdatum für Apple Intelligence in China nannten weder die Behörden noch die beteiligten Unternehmen.