Anthropic garantiert Werbefreiheit für Claude und greift OpenAI an
Während ChatGPT erste Werbung testet, verspricht Anthropic im Super Bowl Spot einen dauerhaft werbefreien Raum zum Denken.

Anthropic nutzt den Super Bowl für eine klare Abgrenzung zur Konkurrenz. Während OpenAI Werbeformate für ChatGPT vorbereitet, gibt Anthropic heute das Versprechen ab, dass Claude dauerhaft werbefrei bleibt.
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— Claude (@claudeai) February 4, 2026
Fokus statt Ablenkung
Der Hersteller positioniert seinen KI-Assistenten bewusst als Werkzeug für kognitive Arbeit und nicht als klassische Suchmaschine. Anthropic argumentiert, dass blinkende Banner oder gesponserte Antworten den Denkprozess unterbrechen und die Konzentration stören.
Werbebotschaften verändern zwangsläufig die Art und Weise, wie ein Modell antwortet, da kommerzielle Interessen in die Generierung einfließen. Claude soll hingegen ein neutraler Raum bleiben, in dem Nutzer komplexe Probleme ohne externe Einflussnahme lösen.
Gegenentwurf zu ChatGPT
Diese Strategie steht im direkten Kontrast zu den aktuellen Entwicklungen bei den Mitbewerbern. OpenAI hatte erst vor wenigen Wochen begonnen, Anzeigen in ChatGPT zu testen, um die immensen Rechenkosten zu decken.
Auch Perplexity setzt bereits stark auf gesponserte Follow-up-Fragen. Anthropic entscheidet sich gegen diese Einnahmequelle und setzt voll auf direkte Abonnements von Privatnutzern und Unternehmen.
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Marketing-Offensive zum Super Bowl
Um diese Botschaft zu verbreiten, leistet sich das Unternehmen teure Sendezeit beim kommenden Super Bowl. Der Spot thematisiert satirisch, wie Werbung die Interaktion mit künstlicher Intelligenz negativ beeinflusst und Ergebnisse verzerrt.
Es ist ein ungewöhnlich aggressiver Schritt für das sonst eher zurückhaltende Unternehmen. Das Geschäftsmodell und der Datenschutz werden damit zum zentralen Unterscheidungsmerkmal im Wettlauf der KI-Modelle.