Ein Agent Swarm Bild

Agent Swarm lässt 100 KI-Instanzen parallel für dich arbeiten

Vibe-Coding und visuelle Analyse treffen auf kollektive Intelligenz in der neuen Kimi K2.5 Architektur.

Andreas Becker Moonshot
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Das chinesische Startup Moonshot AI veröffentlicht „Agent Swarm“ für Kimi K2.5. Die Funktion erlaubt die Verwaltung von bis zu 100 spezialisierten KI-Agenten, die komplexe Aufgaben autonom und gleichzeitig erledigen.

Kollektive Intelligenz statt Einzelkämpfer

Moonshot AI setzt mit dem neuen Modell Kimi K2.5 auf massive Parallelisierung. Anstatt einen einzelnen Chatbot nacheinander Aufgaben abarbeiten zu lassen, zerlegt das System komplexe Anfragen in logische Teilbereiche.

Ein Hauptagent fungiert dabei als Manager und koordiniert bis zu 100 Sub-Agenten. Diese digitalen Arbeiter übernehmen spezifische Rollen, tauschen Ergebnisse untereinander aus und führen Aufträge simultan aus.

Die Technologie zielt darauf ab, die Latenz bei großen Projekten drastisch zu reduzieren. Nutzer erhalten fertige Ergebnisse schneller, da Wartezeiten durch die sonst übliche sequentielle Abarbeitung entfallen.

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Vibe-Coding und visuelle Analyse

Ein Kernfeature der neuen Architektur ist das sogenannte „Vibe-Coding“ in Verbindung mit starken Vision-Fähigkeiten. Entwickler laden einen Screenshot oder ein Design hoch und das System erstellt den passenden Code durch reine visuelle Analyse.

Die Schwarm-Logik greift auch bei kreativen oder analytischen Szenarien abseits der Programmierung. Eine Demo der Benutzeroberfläche zeigt, wie historische Persönlichkeiten oder spezifische Fachexperten als Sub-Agenten simuliert werden, um verschiedene Perspektiven in einem Projekt zu vereinen.

Jeder dieser spezialisierten Agenten bearbeitet seinen Teil der Aufgabe autonom. Das Ergebnis wird anschließend vom steuernden Hauptagenten validiert und zu einem kohärenten Ganzen zusammengefügt.

Quelle: Moonshot

Offener Angriff auf etablierte Workflows

Moonshot AI stellt Kimi K2.5 als offenes Modell bereit, was eine lokale Anpassung ermöglicht. Mit einer Modellgröße von 595 GB richtet sich der Release jedoch primär an Nutzer und Unternehmen mit leistungsstarker Rechenzentrum-Hardware.

Der strategische Schritt fordert etablierte Lösungen direkt heraus. Während viele Anbieter noch an der zuverlässigen Steuerung kleinerer Agenten-Gruppen arbeiten, skaliert Moonshot das Konzept direkt in die Breite und setzt auf Open Source zur schnellen Verbreitung.

Die praktische Anwendbarkeit dieser Schwärme könnte die Automatisierung in der Softwareentwicklung neu definieren. Komplexität wird hier nicht mehr nur durch stärkere Einzelmodelle, sondern durch die schiere Masse und Koordination spezialisierter Instanzen bewältigt.

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