mira murati im portrait

Mira Murati bestätigt Lügen von Sam Altman unter Eid

Im Rechtsstreit mit Elon Musk belasten neue Aussagen den OpenAI-Chef schwer. Es ging um umgangene Sicherheitsprüfungen.

Andreas Becker Nano Banana
mira murati im portrait

Die ehemalige Technikchefin von OpenAI, Mira Murati, hat am Mittwoch unter Eid bestätigt, dass CEO Sam Altman bezüglich wichtiger Sicherheitsprüfungen nicht die Wahrheit sagte. Vor Gericht zeichnete sie das Bild eines Unternehmens, das durch chaotisches Management kurz vor dem Zerfall stand.

Fehlende Transparenz bei neuen KI-Modellen

Ausgangspunkt der gerichtlichen Befragung im Prozess zwischen Elon Musk und Altman war die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells. Zumeist wird in diesem Kontext von GPT-4 ausgegangen. Damals teilte Sam Altman Murati mit, die Rechtsabteilung unter Jason Kwon halte eine Begutachtung durch den Sicherheitsrat für schlichtweg unnötig.

Tatsächlich entsprach diese Darstellung nicht den Fakten. Durch eine direkte Rücksprache mit Kwon fand Murati heraus, dass beide völlig unterschiedliche Informationen erhalten hatten. Vor Gericht bezeichnete die ehemalige Managerin diese bewusste Diskrepanz sachlich als »Fehlausrichtung«.

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Chaotische Zustände in der Führungsebene

Unter diesem speziellen Kommunikationsstil litt der gesamte interne Ablauf erheblich. Immer wieder vermittelte Altman verschiedenen Personen komplett gegensätzliche Botschaften. Wegen dieses Verhaltens drohte die gesamte Organisation laut Muratis Aussage geradezu auseinanderzubrechen. Sie sah ein katastrophales Risiko für den strukturellen Fortbestand von OpenAI.

Aufgrund dieser stetigen Vorfälle verfasste sie schließlich interne Memos, welche direkt an den Vorstand gingen. Unmittelbar danach folgte im Jahr 2023 die kurzzeitige Entlassung von Altman.

Keine Besserung nach der Rückkehr

Trotz der raschen Wiedereinstellung des CEOs veränderte sich das grundlegende Arbeitsumfeld nicht. Nach wie vor verzögerten sich wichtige Entscheidungen stark, während die interne Informationsvergabe inkonsistent blieb. Murati empfand das tägliche Umfeld ab diesem Punkt als extrem schwierig und belastend.

Gut zehn Monate nach diesen Ereignissen zog sie schließlich den Schlussstrich. Murati reichte ihre Kündigung ein und baute wenig später ein eigenes Unternehmen für künstliche Intelligenz auf.

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