SpaceX und Nvidia bauen riesige KI Rechenzentren im Weltraum
Das Projekt Starmind AI1 soll irdische Energieprobleme lösen. Erste Prototypen der Satelliten starten schon bald.

SpaceX und Nvidia verlagern die Infrastruktur für künstliche Intelligenz in den Weltraum. Mit dem Satelliten-Netzwerk »Starmind AI1« umgehen die Unternehmen irdische Energieengpässe und wollen bis 2030 eine Rechenleistung von einem Terawatt im Orbit aufbauen.
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AI compute is going to orbit. 🚀@SpaceX’s Starmind AI1 satellite compute payload is powered by NVIDIA Vera Rubin NVL72, bringing AI factory compute closer to the stars.
— NVIDIA (@nvidia) August 4, 2026
The next chapter of AI infrastructure boldly goes where no AI compute has gone before. pic.twitter.com/sJaY8Cg7b7
Hardware für den Orbit
Die neu entwickelten Satelliten fungieren im All als vernetzte Rechenknoten. Für die nötige Leistung sorgt das integrierte Nvidia Space-1 Vera Rubin Modul. Es bündelt Vera-CPUs mit Rubin-GPUs und übertrifft die Rechenleistung eines klassischen H100-Chips laut Anbieter um das 25-Fache.
Zum Einsatz kommen Server-Racks des Typs NVL72 mit jeweils 72 Grafikprozessoren. Für den Betrieb dieser Technik fallen die Satelliten ungewöhnlich groß aus. Sie messen 20 bis 30 Meter in der Höhe und spannen ihre Solarflügel über eine Breite von bis zu 75 Metern auf.
Diese fangen kontinuierlich Sonnenenergie ein und decken den Strombedarf der Prozessoren, der durchschnittlich bei 120 bis 175 Kilowatt und in der Spitze bei 250 Kilowatt liegt. Die entstehende Abwärme leitet ein 110 Quadratmeter großer Flüssigkeitskühler direkt in das Vakuum des Weltraums ab.
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Laser-Verbindungen zur Erde
Die Satelliten kommunizieren über Laserverbindungen miteinander. Die berechneten KI-Ergebnisse schicken sie anschließend über das bestehende Starlink-Netzwerk mit geringer Latenz zur Erde. Laut SpaceX-Chef Elon Musk setzt sein Raumfahrtunternehmen bei der gesamten Hardware-Architektur exklusiv auf Nvidia.
Bereits Ende 2026 soll das Netzwerk eine Leistung von zwei Gigawatt bereitstellen. Im Folgejahr peilen die Entwickler knapp zehn Gigawatt an, bevor 2029 die Marke von 100 Gigawatt fallen soll. Das finale Ausbauziel für 2030 liegt bei einem Terawatt.
Dafür will SpaceX bis zu einer Million Satelliten in Höhen zwischen 500 und 2000 Kilometern stationieren. Die entsprechende Genehmigung der US-Fernmeldebehörde FCC fehlt allerdings noch. Erste Prototypen starten voraussichtlich Anfang 2027 ins All.
Milliardeninvestitionen in KI
Gegen Ende desselben Jahres beginnt die Serienproduktion in der Gigasat-Fabrik im texanischen Bastrop. Möglich macht diesen Ausbau ein starkes zweites Quartal 2026: SpaceX verbuchte einen Gesamtumsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar. Die KI-Sparte wuchs dabei um 247 Prozent auf 2,56 Milliarden US-Dollar heran.
