So trainiert Tesla den Roboter Optimus in Deutschland
Nach den Werksferien startet ein ungewöhnliches Projekt in Grünheide. Mitarbeiter filmen ihre eigenen Handgriffe für die KI.

Für das Training seines Roboters Optimus greift Tesla auf die Belegschaft im deutschen Werk Grünheide zurück, laut Handelsblatt. Nach der Sommerpause sollen ausgewählte Teams dort während ihrer Schicht spezielle Kameras tragen. Die gesammelten Bewegungsdaten dienen dazu, der Maschine menschliche Arbeitsabläufe beizubringen.
Sensortechnik im Rucksack
Das Projekt startet im August 2026, sobald die Fabrik aus den Werksferien zurückkehrt. Die Kameras dokumentieren dann detailliert, wie die Beschäftigten Werkzeuge greifen, einzelne Bauteile bewegen und verschiedene Handgriffe fließend miteinander verbinden.
Die dafür nötige Technik tragen die Teilnehmer in auffälligen Rucksäcken direkt am Körper. In einer internen E-Mail, die dem Handelsblatt vorliegt, stimmt das Management die Belegschaft bereits auf den ungewohnten Anblick ein. Wer künftig Kollegen mit dieser Spezialausrüstung sehe, beobachte demnach die Arbeit an der Zukunft.
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Echter Kontext statt Simulation
Tesla begründet den Schritt mit dem enormen Datenhunger des Roboters. Damit Optimus später selbstständig am Fließband arbeiten kann, benötigt das KI-Modell zwingend echte Bewegungsabläufe aus dem Produktionsalltag.
Diese realen Aufnahmen aus Brandenburg vermitteln dem System genau jene physischen Feinheiten, die für den Umgang mit echten Werkzeugen und Materialien nötig sind. Die Mitarbeiter in Grünheide fungieren damit als direkte Lehrmeister für Teslas Robotik-Zukunft – und trainieren so womöglich ihre eigenen, günstigeren Nachfolger. Der Einsatz der Körperkameras während der Schicht wirft zudem unweigerlich Fragen zur Mitarbeiterüberwachung auf.