Ein chinesischer Drache hat keine Energie mehr

Die KI »Kimi K3« scheitert am eigenen Erfolg

Der enorme Ansturm überfordert die Server völlig und zwingt den chinesischen Entwickler zu einem harten Aufnahmestopp.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein chinesischer Drache hat keine Energie mehr

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot stoppt vorübergehend alle neuen Abonnements für sein KI-Modell Kimi K3. Der hohe Ansturm brachte die Serverkapazitäten innerhalb von zwei Tagen ans Limit, weshalb das Unternehmen die Rechenleistung nun für Bestandskunden reserviert.

Ansturm überlastet Infrastruktur

Das erst am 16. Juli vorgestellte K3 schließt mit 2,8 Billionen Parametern technologisch zu westlichen Konkurrenten auf. In Auswertungen platziert es sich unmittelbar hinter Claude Fable 5 und GPT-5.6 Sol, übertrifft Opus 4.8 jedoch deutlich. Diese Leistung bietet Moonshot zu Preisen auf dem Niveau schwächerer Alternativen an.

Das führte zu einer Nachfrage, welche die Infrastruktur überforderte. Um die Antwortzeiten für bestehende Abonnenten zu schützen, vergibt Kimi vorerst keine neuen Accounts. Das Unternehmen erklärte auf X, dass es derzeit die Kapazitäten ausbaue und Anmeldungen bald in kleinen Schüben wieder freigebe.

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Zwei Tarife steuern künftige Rechenlast

Um die Auslastung der GPUs präziser zu kontrollieren, ändert Moonshot gleichzeitig das Abo-Modell. Sobald die Registrierung wieder öffnet, wählen Nutzer zwischen zwei Plänen. Die reguläre »Kimi Membership« umfasst den Zugang über den Browser, die Smartphone-App und Work-Anwendungen.

Speziell für Programmierer führt Kimi die »Kimi Code Membership« ein. K3 ist stark auf Code-Entwicklung fokussiert, bedient Kommandozeilen und arbeitet stundenlang autonom in großen Repositories. Durch den getrennten Entwickler-Tarif ordnet Moonshot die Rechenlast genauer zu und hält K3 stabil. Unabhängig vom Cloud-Zugang will das Unternehmen die vollständigen Modellgewichte von K3 bis zum 27. Juli für Entwickler freigeben.

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