Ein Sparschwein programmiert

MiniMax M2.7: Diese KI verbessert sich einfach selbst

Das neue Sprachmodell übernimmt Teile seiner eigenen Entwicklung und landet bei Programmier-Benchmarks auf Claude Opus 4.6 und GPT 5.4 Niveau.

Andreas Becker Nano Banana
Ein Sparschwein programmiert

Das KI-Unternehmen MiniMax veröffentlicht mit M2.7 ein neues Sprachmodell, das sich durch eigene Agenten selbstständig optimiert. Zudem stellt die Firma mit OpenRoom eine webbasierte Umgebung vor, in der die KI Programme eigenständig bedient.

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Selbstständige Optimierung im Training

MiniMax führt mit M2.7 ein Konzept ein, bei dem das KI-Modell aktiv an der eigenen Entwicklung teilnimmt. Die Entwickler nutzen dafür ein sogenanntes Agent Harness. Dieses System erlaubt es der KI, Trainingsdaten zu verarbeiten, eigene Experimente zu entwerfen und die Ergebnisse auszuwerten.

Dadurch übernimmt das Modell einen Teil der manuellen Vorbereitungsarbeit für das spätere Fine-Tuning. Das System liefert kontinuierliches Feedback und bewertet die eigenen Lösungswege über Reasoning-Prozesse. Dieser Ansatz beschleunigt die Entwicklung deutlich und hilft dem Modell, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen. So entsteht ein Kreislauf, der die Leistungsfähigkeit stetig verbessert.

Quelle: MiniMax

Starke Ergebnisse in Programmier-Benchmarks

M2.7 basiert auf einer Architektur mit 230 Milliarden Parametern. Bei einer Eingabe durch den Anwender aktiviert das System jedoch nur zehn Milliarden Parameter. Diese gezielte Auswahl macht die Datenverarbeitung sehr schnell.

Gleichzeitig sinken die Kosten für die Endanwender erheblich. Eine Million Input-Token kosten lediglich 0,30 US-Dollar. Für eine Million Output-Token verlangt das Unternehmen 1,20 US-Dollar.

Trotz der effizienten Struktur erreicht das Modell hohe Werte in etablierten Leistungstests. Im Software-Benchmark SWE Bench Pro erreicht das Modell eine Genauigkeit von 56,2 Prozent. Damit schließt es zu Claude Opus 4.6 (57,3 Prozent) und GPT-5.4 (57,7 Prozent) auf. Gleichzeitig übertrifft es Gemini 3.1 Pro (54,2 Prozent) deutlich.

Bei Aufgaben über mehrere Agenten hinweg schlägt der Neuling die Konkurrenz sogar. Im Multi-SWE Bench erzielt MiniMax 52,7 Prozent und verweist Opus 4.6 sowie GPT-5.4 auf die hinteren Plätze. Auch in Tests wie MLE-Bench lite und VIBE-Pro zeigt das Modell Bestwerte.

Quelle: MiniMax

Steuerung von Apps in OpenRoom

Neben dem neuen Sprachmodell veröffentlicht das Unternehmen das Open-Source-Projekt OpenRoom. Dabei handelt es sich um eine simulierte Desktop-Umgebung, die vollständig im Webbrowser läuft. Die Oberfläche erinnert an ein klassisches Betriebssystem mit Fenstern, die sich frei verschieben lassen.

Quelle: X

Das Besondere an OpenRoom ist die tiefe Integration der KI. Anwender bedienen die vorinstallierten Programme nicht zwingend mit der Maus, sondern geben dem Modell stattdessen einfache Textbefehle. Die KI öffnet daraufhin die passenden Anwendungen, liest die angezeigten Informationen aus und führt die gewünschten Aktionen aus.

Sagt der Nutzer beispielsweise, dass er Musik hören möchte, startet das System selbstständig den integrierten Mediaplayer. Die gesamte Umgebung arbeitet lokal auf dem Rechner der Nutzer, sodass alle Daten direkt im Browser bleiben. MiniMax stellt das neue Modell ab sofort weltweit auf der eigenen Entwicklerplattform zur Verfügung.

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