Trump straft Unis ab und belohnt einzelne KI Forscher
Die US-Regierung leitet jährlich 200 Milliarden Dollar an einzelne Forscher um. Unis droht der finanzielle Absturz.

Die US-Regierung plant laut einem Bericht des Wall Street Journals eine weitreichende Umschichtung ihrer Forschungsgelder. Jährlich 200 Milliarden US-Dollar sollen künftig nicht mehr an Universitäten fließen, sondern direkt an Wissenschaftler gehen, die mit künstlicher Intelligenz forschen.
Köpfe statt Institutionen
Michael Kratsios, Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses, argumentiert, dass einzelne Forscher den KI-Einsatz effektiver vorantreiben können als ganze Universitäten. Geplant sind deshalb gezielte Stipendien für kreative Wissenschaftler.
Diese Gelder können sie auch dann abrufen, wenn sie weiterhin an Hochschulen arbeiten. Die Einbindung der Universitätsverwaltungen soll dabei jedoch so gering wie möglich ausfallen.
Für Einrichtungen, deren Haushalt maßgeblich auf staatlichen Mitteln beruht, bedeutet diese Umstellung einen erheblichen finanziellen Druck. Das Amt für Verwaltung und Haushalt plant zudem, dass politische Amtsträger künftig direkter bei der Vergabe der Fördermittel mitentscheiden dürfen.
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Erkenntnisse durch KI
Die Regierung unter Donald Trump begründet den Schritt mit mangelnden Ergebnissen. Die Finanzierung der immer gleichen Institutionen habe in den vergangenen Jahrzehnten schlichtweg zu wenig hervorgebracht. Gleichzeitig bremse die wuchernde Bürokratie die Forschung aus.
KI soll laut dem Plan künftig nicht mehr nur als Werkzeug dienen, um bestehende Fähigkeiten zu erweitern. Die Regierung will sie als neues Instrument für den direkten wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn einsetzen.
Kritiker bemängeln diesen engen Fokus. Sie weisen darauf hin, dass die Modelle weiterhin fehleranfällig sind. Zudem befürchten sie, dass eine so starke Ausrichtung auf diese Technologie das thematische Spektrum künftiger Studien einschränken könnte.