US Militär steuert F-16 Jets autonom per KI
Das neue System erfordert keine Softwareänderungen am Flugzeug. Eine schnelle Aufrüstung alter Flotten rückt näher.

Ein KI-Agent hat im Rahmen eines DARPA-Programms erstmals die Flugsteuerung eines regulären F-16-Kampfjets übernommen. Die Testflüge finden seit Juni 2026 statt. Ein menschlicher Pilot bleibt an Bord, um die KI bei Bedarf abzuschalten.
Schnittstelle greift direkt auf Flugsteuerung zu
Die US-Forschungsbehörde DARPA hat mehrere F-16-Jets mit dem sogenannten VENOM-Kit ausgerüstet. Diese Hardware verbindet den KI-Agenten über eine Schnittstelle direkt mit den Bordsensoren und der Steuerung. Die ursprüngliche Software der F-16 bleibt unangetastet. Das beschleunigt künftige Umrüstungen.
Der Pilot im Cockpit übernimmt Start und Landung. In der Luft übergibt er die Kontrolle per Schalter an den KI-Agenten. Die derzeitigen Testflüge auf der Eglin Air Force Base in Florida dienen primär der Datensammlung unter realen Bedingungen.
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Ausweitung auf bestehende Flotten möglich
Erste autonome Testflüge absolvierte 2024 noch die experimentelle X-62A, eine stark modifizierte Variante der F-16. Die Integration des KI-Agenten in Standard-Jets dauerte schließlich zwei Jahre länger als ursprünglich angekündigt.
Mit mehr als 4.600 gebauten Exemplaren ist die F-16 das am weitesten verbreitete Kampfflugzeug weltweit. Der KI-Agent soll Piloten künftig entlasten, Sensordaten auswerten und die Koordination mehrerer Flugzeuge bei Einsätzen außerhalb der Sichtweite übernehmen. Ob die KI später auch eigenständig Waffensysteme bedienen darf, lässt die DARPA bislang offen.